NEUENBURG Ein Feuergarten mit Wasserpark und eine Besichtigungshalle mit historischen Brandschutzgeräten aus Neuenburg – nach vier Jahren mühevoller Arbeit hat der Förderverein Oldtimerfeuerwehr Neuenburg sein großes Ausstellungs- und museumspädagogisches Projekt auf dem Gelände im Gewerbegebiet Collstede, Collsteder Ring 21, verwirklicht. Dieses stellt der Verein der Öffentlichkeit und interessierten Freiwilligen Feuerwehren am Sonntag, 22. August, beim „Tag der offenen Tür“ vor. Beginn ist um 10 Uhr. Für diverse Vorführungen und das leibliche Wohl wird gesorgt.

Farbe und Glauben

Ideen und Anregungen für ihr Projekt haben sich die Mitglieder des Fördervereins beim Deutschen Feuerwehrmuseum in Fulda geholt, ebenso im Wasserpark in der Nähe von Hesel, am Wasserwerk Hasselt. So sind im Feuergarten zahlreiche Pflanzen zu den Themen Feuer, Farbe rot und Glauben zu finden: beispielsweise Phlox als Feuerblume, die Blutbuche zur Farbe rot und „Dach-Hauswurz“ zum Thema Glauben. „Mit dieser Pflanze wurde früher oft das Hausdach begrünt – in dem Glauben, dass dann kein Blitz einschlägt“, weiß Horst Visser, Geschäftsführer des Fördervereins. Ein Teich ziert ebenfalls das Areal, „Biotop und Feuerlöschteich zugleich“ erläutert Fritz Hesse, erster Vorsitzender des Vereins. Zudem sind verschiedene Hydranten, Dreh- und Ziehbrunnen, ein nachgebauter Schlauchturm und ein altes Feuerwehrhaus zu entdecken. An einer Schlengelpumpe können beispielsweise Kindergarten- und Grundschulkinder künftig selbst ihr Geschick im Wasserpumpen versuchen.

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Raritäten beherbergt die 15 mal 25 Meter große Halle auf dem 1850 Quadratmeter großen Areal, das die Gemeinde dem Verein auf Erbpacht für 25 Jahre überlassen hat. Dort sind alle Gerätschaften und Fahrzeuge zum Feuerlöschen aus Neuenburg von 1737 bis heute ausgestellt – „bis zum letzten I-Tüpfelchen“, sagt Visser. Das war sein Traum, „und das habe ich jetzt“, zeigt er sich froh.

Druckspritze von 1737

Ältestes Stück ist eine alte „Drucksprütze“ von 1737, die damals beim Schloss Neuenburg stand. Insgesamt sind nebst zwei Handdruckspritzen acht Anhänger und sieben motorisierte Feuerwehrfahrzeuge zu sehen, allesamt gut restauriert und gründlich aufpoliert sowie chronologisch aufgereiht.

Etwa 6500 Arbeitsstunden hat der Förderverein in sein Großprojekt investiert. 80 Mitglieder gehören dem Verein an, davon 20 aktive. In den vier Jahren der Projektverwirklichung blieb eine Gruppe von vier Aktiven bis zum Schluss dabei. Förderung gab es unter anderem durch die Bingo-Umweltlotterie, die EWE-Stiftung, Gertrud-und-Hellmut-Barthel-Stiftung, die VR-Stiftung und viele Sponsoren. Zudem halfen etliche Firmen und Institutionen mit Sachspenden.

Anke Wöbken Varel / Redaktion Friesland
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