Sande Das vergangene Geschäftsjahr mit einem leichten Plus abgeschlossen, die Sanierung und Modernisierung des Hauses und seiner Abteilungen weit fortgeschritten und zudem ein sehr guter Ruf in der Region: Kein Zweifel, das Nordwest-Krankenhaus (NWK) Sanderbusch steht gesund da in der ansonsten kränkelnden Krankenhauslandschaft des Landes. Damit das so bleibt und die Versorgung der Bürger der Region weiter gesichert werden kann, muss das Haus zukunftssicher aufgestellt werden, zum Beispiel durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Häusern.

Häuser gut aufgestellt

Welche (möglichen) Entwicklungen, aber auch welche Sorgen zurzeit das Nordwest-Krankenhaus umtreiben, darüber hat sich am Montag die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Silvia Bruns, auf Einladung der FDP-Kreistagsfraktion informiert.

Wie berichtet, laufen Gespräche mit dem Träger des katholischen St.-Johannes-Krankenhauses in Varel. Der Landkreis Friesland als Träger des Krankenhauses Sanderbusch plant eine Fusion beider Häuser. Künftig soll es eine Holdinggesellschaft geben, die beide Kliniken unter einem Dach vereint. Träger wäre dann der Landkreis.

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Bruns war beeindruckt von dem, was ihr NWK-Geschäftsführer Frank Germeroth während eines Rundgangs durchs Haus berichten konnte. „Das ist hier ein wirkliches Vorzeigeobjekt, wie man Zukunftsfähigkeit auf freiwilliger Basis angehen kann“, sagte die Landtagsabgeordnete und lobte den Aufbau des Hauses und die Zusammenarbeit der Praxen wie auch die Fusionsgespräche.

Nach Meinung der FDP-Politikerin nütze es wenig, nur den Blick auf den Investitionsstau zu richten, ohne sich dabei Gedanken über die Strukturen zu machen. „Aber so, wie das läuft in Sanderbusch, sollte man es ins Land hinaustragen und sagen ,Seht her, so wird’s gemacht‘“, sagte Bruns.

Das Johannes-Stift sei gut aufgestellt, ebenso Sanderbusch. „Da wollen wir in Varel nichts kaputtmachen“, betonte FDP-Fraktionsvorsitzender Gerhard Ratzel. Oberstes Ziel müsse sein, für die Region die beste Lösung zu finden und eine optimale Versorgung sicherzustellen. In die Überlegungen müsse man mit Blick auf die Krankenhaus-Neubaupläne in Georgsheil (Kreis Aurich) auch die Häuser in Wilhelmshaven, Wittmund und Brake einbeziehen.

Zu viel Bürokratie

Dass es „ganz ohne Geld auch nicht geht“, machte Frank Germeroth deutlich. Er sprach den dritten Bauabschnitt der Modernisierung am NWK an. Die Förderfähigkeit sei bereits anerkannt.

Belastend sei zudem der hohe bürokratische Aufwand, der in Krankenhäusern betrieben werden muss.

Er berichtet auch von gestiegener Nachfrage nach Krankenhaus-Leistungen. Die sei zu einem großen Teil dem demografischen Wandel und dem medizinischen Fortschritt geschuldet.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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