HORUMERSIEL Die Horumersieler haben schon einige gute Ideen für die Aktion „Wangerland blüht auf“: Am Dienstagabend trafen sie sich auf Einladung der Dorfvereinsgemeinschaft zum Austausch – auch, „weil Hooksiel und Schillig so weit voraus sind“, sagte Vorsitzender Ludwig Arians.

Auf der Ideenliste steht etwa der Wiederaufbau des „hohen Stuhls“, von dem aus einst eine Wache das Geschehen auf dem Meer im Blick behielt und bei Seenotsignalen die Seenotretter alarmierte. Der „hohe Stuhl“ stand von 1885 bis 1947 am damaligen Horumersieler Hafen – etwa dort, wo heute das „Alte Zollhaus“ ist. 1947 wurde der Wachturm abgerissen, weil er marode war. Aufgebracht hat den Wiederaufbau Wieland Rosenboom vom Verein Historische Seenotrettung, er hat auch schon einige Sponsoren für das Projekt.

Eine weitere Idee ist, den früheren Hafen wieder anzudeuten: Das Tief könnte in Höhe des großen Parkplatzes eine Bucht erhalten, in der dann etwa ein Bootsverleih eingerichtet werden könnte.

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Der Gewerbeverein Horumersiel sieht überhaupt in einer Belebung des Tiefs und des Speicherpolders eine Attraktivitätssteigerung, berichtete Petra Euken: Am Kolk, der bisher eher stiefmütterlich behandelt werde, könnte ein Bauern- oder Rosengarten, entlang des Speicherpolders wieder ein Spazierweg entstehen. Auch eine Ruderstrecke bis zur Stumpenser Mühle sei denkbar.

Karin Mennen schlug vor, die Wache Süd mit dem Schwimmbereich in der Hafenzufahrt wiederzubeleben. Ihr schwebt der Bau eines einfachen Badehauses mit Holzstegen vor. „Die Wache Süd war immer Kult, leider wird sie jetzt von der DLRG nicht mehr besetzt“, berichtete sie.

Schulleiterin Angelika Haak berichtete, dass die Horumersieler Kinder gerne weiter zusammen mit Senioren etwas unternehmen würden. Denkbar wären wöchentliche Aktivitäten wie plattdeutsche Stunden, Werken und Basteln, Kochen oder Boßeln. „Im Miteinandertun blüht die Gemeinschaft auf“, sagte Angelika Haak.

Aufgabe der Horumersieler ist nun, aus allen Ideen ein Premiumprojekt auszuwählen, das vorrangig umgesetzt wird. Zu prüfen ist zudem die Machbarkeit. Auch alle anderen Vorschläge haben eine Chance auf Verwirklichung, „wenn ihr Eigeninitiative ergreift“, sagte Jochen Bausch vom Lenkungsausschuss, der gemeinsam mit Jutta Bendiks alle Ideen der Horumersieler festhielt.

Er berichtete, dass inzwischen gut 200 Ideen beim Lenkungsausschuss eingegangen sind. „Das Interesse in den Dörfern ist riesengroß“, sagte er. Unter dem Motto „Erde und Flut“ geht es um eine Rückbesinnung auf die Wurzeln und eine Hervorhebung des Traditionellen und Bodenständigen.

Im Oktober will sich die Gemeinde Wangerland im Rahmen der Aktion auch beim Wettbewerb „Entente florale“ bewerben. Bis Sommer 2012 sollten dann einige der Ideen umgesetzt sein.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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