BOCKHORN Auf Einladung der Gemeinde Bockhorn erlebten Kinder aus Weißrussland jetzt fröhliche Stunden im Erlebnisbad am Urwald. Sie tummelten sich im beheizten Schwimmbecken und nutzten die zahlreichen Spielmöglichkeiten.

Erwin Kontek und Gisela Eilers-Isenbart vom Verein „Kinder von Tschernobyl Friesland/Wilhelmshaven“ organisieren den Besuch der Jungen und Mädchen aus dem Gebiet Gomel, das bis heute von den Folgen des Atomunfalls im ukrainischen Tschernobyl gezeichnet ist. Der Verein ist auf die Unterstützung von Sponsoren angewiesen, um die Hilfsaktion auch im kommenden Jahr fortsetzen zu können. Nähere Informationen gibt es unter den Telefonnummern 04423/6915 oder 04461/72940.

Als angestellter Landwirt arbeitet Hilbers mit modernen Maschinen, zu Hause spannt er sein Pferd vor den Pflug. Er sammelt nicht nur alte Gerätschaften, er nutzt sie auch.

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Von Traute Börjes-Meinardus

Ellens Alte Gerätschaften haben Ralf Hilbers schon als Kind fasziniert. „Aber es hat mich gestört, dass die alle so tot herumstanden“, erinnert sich der 39-Jährige. So hat er die Ohren aufgesperrt, wenn seine Großeltern von früher erzählt haben, von der Arbeit mit Pferd und Pflug und von gemütlichen Spinnabenden.

Als er alt genug war, hat er sich nach und nach die alten Geräte besorgt und einfach losgelegt. Mittlerweile hat er einen kompletten Maschinenpark für Pferde, Pflüge und Eggen. Damit bestellt er seinen kleinen Acker, setzt, pflegt und erntet die Kartoffeln. Er hat sich vieles selber angeeignet und ist immer für Experimente zu haben. So hat er auch schon mal ein Rind seines Arbeitgebers eingefahren.

„Ich werde oft belächelt“, sagt Ralf Hilbers, „aber das macht mir nichts aus“. Er empfindet sich kein bisschen als altmodisch, so gibt es in seinem Haus, das er gemeinsam mit seiner Frau und den zwei Kindern bewohnt, eine moderne Küche – allerdings findet sich dort auch ein Stangenherd von früher, auf dem auch heute noch häufig gekocht wird.

Seine Leidenschaft teilt er mit anderen, so ist er Mitglied in der Interessengemeinschaft „Arbeitspferd“ und gehört der „Spinnkoppel“ des Heimatvereins Neuenburg an. Drei Männer und vier Frauen treffen sich im Winterhalbjahr regelmäßig zum Spinnen.

Der 39-Jährige ist auf diesem Gebiet ein „alter Hase“. Vor 14 Jahren hat er mit dem Spinnen von Schafwolle begonnen, mittlerweile besitzt er fünf Spinnräder, darunter ein spezielles Spinnrad zum Spinnen von Flachs, das bereits vor 100 Jahren eingesetzt wurde.

Dieses Spinnrad motivierte den Ellenser zu einer besonderen Herausforderung: Aus Flachs im Rohzustand wollte er ein Stück Stoff herstellen. Aus dem Internet beschaffte er sich die Geräte wie den Flachsbrecher und machte sich an die mühselige Arbeit. Nach der Ernte kommt der Flachs erst in die Rotte, anschließend wird er getrocknet und dann in mehreren Schritten gebrochen, um die Fasern im Innern der Pflanze zu gewinnen. Anschließend werden die Fasern gekämmt und gesponnen. Auch das Weben hat er übernommen und bereits mehrere Tischsets aus Flachs für seine Familie hergestellt.

Gerne ist er bei Ausstellungen dabei und demonstriert das alte Handwerk. „Ich freue mich besonders, wenn Kinder kommen und sich für das alte Handwerk interessieren und es bei mir im wahrsten Sinne des Wortes begreifen können.“

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