Hooksiel Die Werft Hooksiel will sich gewaltig erweitern: Wie berichtet, vergrößert sich die Werft um das mehr als einen Hektar große Gelände der Spielscheune Bullermeck an der Bäderstraße. Dort sollen bis Oktober Lager- und Wartungsflächen für Yachten entstehen, zusätzlich Büro-, Betriebs- und Aufenthaltsräume. Die Spielscheune stellt zum 16. August den Betrieb ein, dann beginnt der Umbau.

Wangerlands Gemeinderat unterstützt die Erweiterungspläne der Werft und hat am Dienstagabend die Beschlussempfehlung zur Auslegung des Bebauungsplans „Hooksiel – Am Außenhafen“ gefasst. Zurzeit ist für das Grundstück als Nutzungszweck „Sondergebiet Freizeit und Erholung“ festgelegt, damit die Werft es nutzen kann, muss die Fläche als „Sondergebiet Hafennutzung“ ausgewiesen werden.

Doch die Erweiterungspläne der Werft gehen noch weiter: Mittelfristig wollen Geschäftsführer Burkhard Kähler und Eigentümer Carsten Hippenstiel die Reparatur und Wartung gewerblicher Schiffe für die Offshore-Branche anbieten können. Bisher liegt der Arbeitsschwerpunkt der Werft auf Yachten.

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„Wir hoffen, dass wir Anfang 2017 loslegen können“, sagte Burkhard Kähler auf Nachfrage der NWZ : Geplant ist dazu der Bau eines so genannten Travellifts, eines Transportfahrzeugs für Schiffe bis 500 Tonnen Gewicht.

Damit können Schiffe im Außenhafen entweder per Rampe oder per Kran aus dem Wasser gehoben und aufs Werftgelände gebracht werden. „Das ist notwendig, weil durch die Schleuse nur Schiffe bis 7,50 Meter Länge passen“, erklärt Kähler.

Deshalb plant die Werft den Bau einer Transportstraße vom Werftgelände über den Deich in den Außenhafen. Gut 20 Meter breit muss sie sein, Lasten bis 700 Tonnen für Travellift samt Schiff tragen können und stark angerampt sein, um den Deich überwinden zu können.

Gespräche mit Deichband, Landkreis Friesland, Straßenbehörde und Polizei sowie Hafen-Betreiber N-Ports darüber laufen bereits. „Bisher haben alle Interesse signalisiert, uns bei der Umsetzung unserer Pläne zu helfen“, freut sich Kähler. Er hofft, dass das Vorhaben schnell vorankommt.

Mit den Voraussetzungen für die Arbeit an den kleinen gewerblichen Schiffen – sie kommen insbesondere im Offshore-Windpark-Bereich zum Einsatz, könnte eine Entwicklung des Hooksieler Außenhafens zum Offshore-Servicehafen einhergehen. Doch das kann noch einige Jahre dauern.

Deutlich schneller als die Werft-Pläne soll der Anschluss des südlichen Parkplatzes am Hohenkirchener Wangermeer umgesetzt werden. Auch dazu fiel jetzt der Auslegungsbeschluss. Wie berichtet, hatte die Landesstraßenbehörde Bedenken bei der Erschließung des Parkplatzes über die L 809 zwischen Ortsausgang Hohenkirchen und Gottels. Nun soll die Zufahrt um 26 Meter weiter Richtung Hohenkirchen verschoben werden, zugleich wird das Ortseingangsschild 50 Meter weiter Richtung Gottels verschoben – dadurch gilt auch im Bereich der Parkplatzzufahrt künftig Tempo 50. Für Fußgänger und Radfahrer wird auf der Nordseite der L 809/Bismarckstraße ein neuer Weg angelegt.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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