Horsten Seit Sommer 2013 hat die Ortschaft Horsten, Nachbarort der Gemeinde Zetel, keinen Hausarzt. Das belastet nicht nur die älteren Menschen und Familien. Den Medizinermangel auf dem Land, der in ganz Deutschland besteht, bekommt jeder Horster deutlich zu spüren. Die Gemeinde informierte bei ihrem Jahresgespräch über die Fortschritte bei der Suche nach einem Arzt.

Da Gespräche mit anderen Medizinern leider nicht zu einer gewünschten Wiederbesetzung der freien Arztstelle geführt haben, hat die Gemeinde Ende vergangenen Jahres mit einer eigenen Anzeige im Deutschen Ärzteblatt um die Ansiedlung eines Allgemeinmediziners in der Gemeinde Friedeburg geworben. Erste Bewerbungen liegen bereits vor.

Praxisräume benötigt

Weil die Gemeinde Friedeburg einiges zu bieten hat, wirbt sie mit ihren Qualitäten um Ärzte: Die Gemeinde hebt das gut ausgebaute Angebot in der Kindertagesbetreuung, die Grundschulen mit Ganztagsbetreuung und die vielen freiwilligen Leistungen im sozialen Bereich hervor. Ziel ist es, dass ein Arzt oder eine Ärztin eine eigene Praxis in der Ortschaft Horsten aufbaut.

Da nun einige Bewerbungen vorliegen, gelte es jetzt, im Gespräch mit den Medizinern Details zu erörtern und die Voraussetzungen für eine Zulassung mit der Kassenärztlichen Vereinigung abzustimmen.

Gleichzeitig müssen neue Praxisräume bereitgestellt werden, da die Räumlichkeiten der alten Arztpraxis mittlerweile anderweitig genutzt werden. „Wir hoffen, dass in absehbarer Zeit für Horsten wieder eine hausärztliche Versorgung sichergestellt wird“, teilt Bürgermeister Helfried Goetz mit.

Es gibt noch ein weiteres Problem in Horsten: Nicht nur die medizinische Versorgung fehlt, es gibt auch seit Jahren keinen Lebensmittelmarkt mehr. Daher hat Ortsvorsteher Walter Johansen angeregt, ein Konzept zur Entwicklung der Ortschaft Horsten zu erarbeiten.

Betreute Wohnformen

Viele ältere Horster möchten ihren Lebensabend gerne in ihrem Heimatort sorgenfrei verbringen. Doch dafür müssen die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden. Auch über mögliche betreute Wohnformen und die Ausweisung neuer Baugebiete ist in der Ortschaft Horsten nachzudenken, damit Horsten für junge und alte Menschen attraktiv bleibt, teilt Bürgermeister Goetz mit.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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