Jever Gute Nachrichten zum Abfallwirtschaftszentrum in Wiefels: Die Anlage läuft nach Schwierigkeiten in der Vergärung bei zwei Fermentern und Entschwefelungsanlage Anfang 2013 inzwischen weitgehend störungsfrei und die beiden Blockheizkraftwerke produziert mit täglich 40 000 Kilowattstunden sogar mehr Energie als veranschlagt. Die Trockenvergärung laufe inzwischen vorbildlich und erzeuge zehnmal mehr Energie als sie verbrauche.

Und auch der Haushaltsansatz passte: „Nachdem es Mitte 2013 noch nach einer Nachforderung von bis zu 500 000 Euro ausgesehen hatte, sind wir am Ende doch mit den geplanten Mitteln ausgekommen“, berichtete der kaufmännische Leiter des Zweckverbands Abfallwirtschaftszentrum, Lars Bohlken, am Montag bei der Verbandsversammlung in Jever. Die stimmte dem Haushaltsplan für 2014 einschließlich der vorgesehenen Kreditaufnahmen einstimmig zu.

Für 2014 hat sich das Haushaltsvolumen von 16,53 Millionen Euro mit plus 218 500 Euro gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig erhöht. Eine Steigerung, die Bohlken zufolge dem normalen Preisanstieg geschuldet sei.

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Nahezu unverändert sind die Personalkosten, die 14,6 Prozent des Etats ausmachen. Auch der Ansatz für Sach- und Dienstleistungen, also für die Bewirtschaftung der Anlage, für Reparaturen und Fuhrpark, sind mit 22,3 Prozent stabil. Die Kapitalkosten seien gesunken. Inzwischen werde mehr getilgt als neue Darlehen aufgenommen werden.

Auf der Ertragsseite ist die Verbandsumlage, die mit 8,3 Millionen Euro rund 50 Prozent der Erlöse erbringe, der größte Einzelposten.

Bei den Benutzungsgebühren – dazu gehören die Selbstanlieferungsgebühren und die Anlieferungsentgelte der kommunalen Partner – werden Einnahmen von 1,256 Millionen Euro erwartet. Die erwarteten Erträge aus Verkäufen von Schrott, Papier und Strom summieren sich auf rund 630 000 Euro.

Im Finanzhaushalt sind 2,1 Millionen Euro für Investitionen angesetzt, darunter 1,8 Millionen Euro für den Ausbau der Deponie. Der nächste Teilabschnitt sei 2014/15 geplant erläuterte Geschäftsführer Lothar Arlinghaus. Die Abfalldeponie in Wiefels, deren ursprünglich geplante Laufzeit schon abgelaufen sei, werde noch bis zum Jahr 2040 weiterbetrieben. Nachdem die Deponie Anfang der 1990-er Jahre zweimal erweitert worden war, dürfen als Folge von Gesetzesänderungen nur noch wenige Reststoffe deponiert werden. So sei eine längere Laufzeit möglich.

Nicht recht voran kommt die Nahwärmeversorgung für die Haushalte in Wiefels. Dazu müssten 100 Haushalte angeschlossen werden – und die haben sich bisher nicht gefunden, erklärte Verbandsvorsitzender Dirk von Polenz. Inzwischen habe die evangelische Kirche vor Ort das Projekt wieder aufgenommen. „Wir versuchen weiter, Wiefels anzuschließen “, so von Polenz, „die Wärme ist ja vorhanden.“

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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