Varel Mit einem Festakt feierte der Vareler Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt (AWo) in der Weberei seinen 70. Geburtstag. Ortsverbandsvorsitzender Raimund Recksiedler erinnerte an die Anfänge: In den Nachkriegsjahren kümmerten sich in Varel hilfsbereite Einwohner um die Notleidenden. 1946 schlossen sich die Helfer unter dem Dach der AWo zu einem Ortsverband zusammen.

Das ehrenamtliche soziale Engagement wurde fortan unter den Leitsätzen „Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit“ zielgerechter umgesetzt. „Diese Leitsätze sind heute in Politik und Gesellschaft mindestens genauso wichtig wie damals“, betonte Recksiedler. Er erinnerte an Frauen wie Anni Osterloh, die die Lebensmittelverteilung aus den amerikanischen Care-Paketen übernahm, und die Schneiderin Ottilie Hillebrand, die aus Zeltplanen und alten Uniformen neue Kleidungsstücke genäht hat.

Heute ist der Ortsverband beratend in sozialen Fragen für seine 86 Mitglieder tätig, und die Geselligkeit steht im Vordergrund. Die AWo veranstaltet Tagesfahrten und einmal im Jahr eine mehrtägige Reise.

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Die regelmäßigen Angebote in der Weberei sind für viele Mitglieder ein fester Bestandteil im Wochenverlauf. Dienstagnachmittag werden Ausdauer und Beweglichkeit beim Tanzen trainiert und mittwochs trifft man sich am Nachmittag zum Handarbeiten, Klönen und Spielen. Interessenten sind willkommen.

Dr. Lothar Knippert vom Bezirksvorstand freute sich über das Engagement: „Damals führte die existenzielle Not der Bevölkerung zur Gründung der AWo, heute haben Suppenküchen, Tafeln und Kleiderkammern wieder mehr Zulauf, das zeigt, wie wichtig unsere Arbeit auch heute ist.“ Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner betonte, dass „die AWo mit einem bunten Reigen vieler Dinge unsere Gesellschaft bereichert.“ Jürgen Harms überbrachte Grüße vom Kreisverband Friesland-Wilhelmshaven.

Am Nachmittag stellte sich der Ortsverein mit einem Tag der offenen Tür vor. Kreis- und Bezirksverband informierten, das Frauenhaus Wilhelmshaven gestaltete ein kleines Programm, ein Bildervortrag gab Einblicke ins Vereinsleben, und eine Wanderausstellung informierte über das Leben der AWo-Gründerin Marie Juchacz.

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