Schortens An sein erstes verkauftes Auto kann sich Helmut Sjuts noch genau erinnern: „Das war ein Audi 80“, sagt der 65-Jährige, der am 1. April sein 50-jähriges Betriebsjubiläum im Autohaus Wendt in Schortens feiern konnte. Anstoßen konnte er mit seiner Seniorchefin Meta Wendt: Sie ist nämlich genau so lange dabei, allerdings als Verwaltungsfachkraft und „Mädchen für alles“. Beide sind inzwischen Pensionäre, aber ganz ohne „Ihre Firma“ geht es nicht. Meta Wendt schaut gelegentlich vorbei, unterstützt ihren Sohn, Geschäftsführer Michael Wendt, und dessen Frau Anja. Und auch Helmut Sjuts hat noch „feste Sprechstunden“ in seiner Firma: Dienstags und donnerstags ist er da, um Autos zu verkaufen.

„Ich bin nun mal Autoverkäufer mit Leib und Seele. Ich kann ja jetzt als Rentner nicht nur mit dem Fahrrad spazierenfahren.“ Darüber, dass er immer noch tageweise in seinem Autohaus arbeiten kann, ist er „glücklich und dankbar“.

Meta Wendt kam am 1. April 1965 als Verlobte des Chefs in die Firma. Drei Monate später war sie „Frau Wendt“. Horst Wendt hatte den Betrieb bereits 1957 an der alten B 210 gegründet: Als Tankstelle und bald als Vertretung für die Marke NSU, später Audi-NSU und heute als Vertragshändler für VW. Helmut Sjuts stieß 1965 als 16-Jähriger zum Betrieb. „Er war mein erster Lehrling“, sagt Seniorchef Horst Wendt. Sjuts lernte das Kfz-Handwerk von der Pike auf. Ende der 1970er Jahre wechselte er vom Blaumann in den feinen Anzug, merkte, dass er lieber Autos verkaufen will, als sie zu reparieren.

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Das Autohaus Wendt versteht sich immer noch als Familienbetrieb, zu der auch alle weiteren 20 Mitarbeiter gehören, die nicht „Wendt“ heißen.

Wie viele Autos Helmut Sjuts in den inzwischen 36 Jahren als Verkäufer an den Mann und an die Frau gebracht hat, kann er nur schätzen: „7500 werden es wohl gewesen sein.“

Seine Nachfolger werden es beim Auto-Verkauf schwerer haben als er, ist Sjuts sicher. „Das Internet macht es immer schwieriger für uns. Das ist der größte Konkurrent für unsere Branche.“

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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