Laschet kandidiert für CDU-Vorsitz – Spahn verzichtet
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Wangerooge Angesichts einer drohenden Verpflichtung zum Feuerwehrdienst haben sich auf Wangerooge einige Freiwillige für die Aufgabe gefunden – allerdings nicht genug. Sieben meldeten sich nach der Ankündigung im Dezember, fünf davon erfüllen die Voraussetzungen, um den Lehrgang zu machen, wie Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos) sagte. Derzeit gebe es 16 Aktive bei der Feuerwehr, „wir bräuchten mindestens 26. Das schreibt der Gesetzgeber vor.“

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Der Bürgermeister betonte: „Wir wollen keine Pflicht, das wäre das Schlimmste.“ Er hofft darauf, dass bis Ende des Monats noch Freiwillige dazu kommen. „Wenn nur noch wenige fehlen, werden wir nicht verpflichten.“ Dann will die Kommune laut Fangohr lieber auf Werbung setzen und etwa „bei einem Mitmachtag der Feuerwehr den Spaß in den Vordergrund stellen“.

Der Gemeinderat der Insel hatte Mitte Dezember einstimmig beschlossen, dass Bürger zum Dienst verpflichtet werden können, wenn nur noch 23 oder weniger Aktive der Feuerwehr angehören. Damit wurde der Weg zur ersten Pflichtfeuerwehr in Niedersachsen frei gemacht.

Eigentlich ist dem Bürgermeister zufolge eine viel höhere Mitgliederzahl von 35 wünschenswert: „Wegen der Insellage kann nicht einfach eine Nachbarfeuerwehr zur Unterstützung anrücken“, sagte Fangohr, der sich selbst als Freiwilliger gemeldet hatte und bald als Feuerwehrmann ausgebildet wird.

Von den knapp 1400 Bewohnern der Insel habe es bisher kaum Reaktionen auf die Feuerwehrpflicht gegeben. „Es kam eine Droh-Mail. Die Person drohte mit körperlicher Gewalt, wenn wir sie verpflichten“, erzählte der Bürgermeister. Laut Niedersächsischem Brandschutzgesetz können Menschen zwischen 18 und 54 Jahren verpflichtet werden, die gesundheitlich für den Dienst geeignet sind. Die Entscheidung soll in gut einer Woche fallen.

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