Jever /Zerbst Er war schon sehr gerührt, das gibt Manfred Sabrautzky ehrlich zu. „Mir haben die Knie geschlottert und ein paar Freudentränen kullerten auch.“ Der Grund: Manfred Sabrautzky wurde beim Jubiläums-Skatturnier zwischen Zerbst und Jever am Sonntag für sein unermüdliches Engagement bei den Skatturnieren der beiden Partnerstädte besonders geehrt: Er durfte sich ins Ehrenbuch der Stadt Zerbst eintragen und erhielt von Zerbsts Bürgermeister Andreas Dittmann eine Urkunde.

Weitere Ehrungen

Vier Spieler aus der jeverschen Mannschaft sind schon seit Beginn der Skatturniere dabei: Manfred Sabrautzky, Helmut Gerloff, Ingo Hasshagen und Fritz Grade. Dafür wurden sie zusätzlich geehrt.

Wie berichtet, besteht die Städtepartnerschaft zwischen Jever und Zerbst seit 26 Jahren. Im vergangenen Jahr wurde das 25-jährige Bestehen groß gefeiert. Um die Partnerschaft mit Leben zu füllen, besuchen sich Vereine und Gruppen der beiden Städte regelmäßig – so auch die beiden Skatmannschaften.

Das erste Turnier

1992 fuhren die Jeveraner zum ersten Mal nach Zerbst, am 26. Juli veranstalteten sie den ersten Städteskat. Am Anfang war das gar nicht so einfach – die beiden Mannschaften spielten nämlich mit unterschiedlichem Blatt und mussten sich zunächst auf gemeinsame Regeln einigen.

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Inzwischen haben sie sich aber sehr gut eingespielt. „Und die Besuche und Spiele sind einfach immer wieder klasse und tolle Erlebnisse“, schwärmt Manfred Sabrautzky. Gemeinsam mit seiner Frau Roswitha und vielen Helfern organisiert er das jährliche Städteskat-Turnier.

In diesem Jahr fand das 25. Turnier statt. „Allein schon die Fahrt nach Zerbst war toll: Wir hatten reichlich zu essen für zwischendurch“, sagt Sabrautzky. Normalerweise fahren die Skatspieler mit ihren Frauen mit dem Bus über Magdeburg nach Zerbst. „Dieses Mal sollte es aber etwas besonderes sein und so sind wir über Wernigerode (Landkreis Harz) gefahren und haben uns dort noch umgesehen.“ Zudem haben sich die Jeveraner den neuen Windpark in Zerbst angesehen. „Wir fahren nie nach Zerbst, um einfach nur zu spielen. Wir schauen uns auch immer noch etwas an“, sagt Sabrautzky.

Und noch eine kleine Überraschung hatte Sabrautzky im Gepäck: Jeder Spieler bekam ein neues Trikot – in Jevergrün und mit goldener Aufschrift zum 25. Skatturnier. „Da waren sie schon alle überrascht“, erzählt Sabrautzky freudig.

Viel Engagement

Doch nicht nur er selbst hatte Überraschungen parat: Denn als er nichts ahnend am Sonntag das Skatturnier starten wollte, wurde er von Bürgermeister Andreas Dittmann beiseite genommen – und dann folgte die besondere Ehrung. Dittman sagte, dass 1990 die historische Grundlage der Städtepartnerschaft geschaffen wurde – doch um sie auch mit Leben zu füllen, dafür bräuchte man die Bürger der beiden Städte.

Manfred Sabrautzky sei ein solcher Bürger. So sei diese Traditionsveranstaltung, das jährliche Skatturnier, untrennbar vom Engagement Manfred Sabrautzkys. Und dafür bekam er die Ehrenurkunde und durfte sich auch in das Ehrenbuch der Stadt eintragen.

„Ich musste mich dann erst einmal hinsetzen – damit hatte ich ja überhaupt nicht gerechnet“, erzählt Sabrautzky. „Das war richtig emotional.“ Gerührt war er auch am Montag noch.

Nach diesem schönen Erlebnis findet der Skatspieler es auch gar nicht mehr allzu schlimm, dass die jeversche Mannschaft erneut das Turnier verloren hat. „Man kann nicht alles haben“, meint Sabrautzky und lacht. „Trotzdem werden wir die Sache jetzt professioneller angehen.“

Denn: Die Zerbster haben bereits zum fünften Mal in Folge gewonnen. Dieses Mal übrigens mit gut 5000 Punkten Vorsprung, sie kamen auf etwa 60 000 Spielpunkte, die jeversche Mannschaft auf 55 000. Aktuell steht es aber immer noch 13:12 für Jever.

Sabrautzky hofft, dass er für seine Mannschaft noch mehr jüngere Spieler finden kann. „Die Zerbster Skatspieler sind nämlich wesentlich jünger als wir – es wäre schön, wenn wir auch ein paar Jüngere hätten.“ Auch wenn er gern mal wieder gewinnen würde, so betont Sabrautzky aber doch: „Eine Partnerschaft ist eine Partnerschaft – egal ob man gewinnt oder verliert. Und diese Partnerschaft muss einfach nur gelebt werden.“

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Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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