Varel /Friesland Es ist ein Schock: Die Schränke sind durchwühlt, die Türen stehen offen und die persönlichsten Dinge wurden gestohlen: „Wohnungseinbruch ist ein Phänomen, welches das Sicherheitsgefühl und das Wohlbefinden der Menschen nachhaltig beeinträchtigt“, teilte die Polizei jetzt mit: „Den Betroffenen machen die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwerwiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden.“

Doch wie kann man sich schützen – gerade wenn in der beginnenden „dunklen Jahreszeit“ vermehrt Einbrecher im Schutze der Nacht unterwegs sind? Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland gibt folgende Tipps:

Außentüren

„Haus- und Wohnungstüren sollten einbruchhemmend sein“, rät die Polizei. Denn viele Außentüren seien schon allein mit körperlicher Gewalt, also ohne Einbruchwerkzeug, leicht zu überwinden. „Auch wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlassen: Ziehen Sie die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie sie auch immer zweifach ab.

Verstecken Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen. Einbrecher kennen jedes Versteck.

Wenn Ihnen Ihr Schlüssel abhandengekommen ist, wechseln Sie umgehend den Schließzylinder aus.

Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel niemals innen stecken.

Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos die Haustür, und zeigen Sie gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen. Nutzen Sie den Türspion und den Sperrbügel um zu sehen, wer klingelt.“

Keller/Nebeneingänge

„Die Widerstandsfähigkeit von Keller- bzw. Nebeneingangstüren sollte derjenigen von Eingangstüren entsprechen.“

GaragenTore

Nachträglich sind Garagentore schwer zu sichern, da häufig die gesamte Konstruktion nicht auf die Einbruchhemmung abgestimmt ist. Der Polizei-Tipp: „Falls die Garage gesichert werden soll, am besten bereits in der Planung eine geprüfte einbruchhemmende Torkonstruktion berücksichtigen.“

Tür-Nachrüstung

Bereits eingebaute Türen können nachgerüstet werden, so die Polizei. Dadurch könne der Einbruchschutz deutlich verbessert werden. „Wichtig ist, dass die Nachrüstung für Türblatt, Türrahmen, Türbänder, Türschlösser, Beschläge, Schließbleche und auch Zusatzsicherungen in ihrer Wirkung sinnvoll aufeinander abgestimmt ist und fachgerecht eingebaut wird.

Türrahmen (Zargen) müssen mechanisch stabil mit dem Mauerwerk verbunden sein. Schwache Türblätter sollten verstärkt oder besser noch gegen massive Türblätter (40 Millimeter starke Vollholztür) getauscht werden.“

Mehrfachverriegelung

„Eine fachgerecht montierte Mehrfachverriegelung, zum Beispiel mit Hakenriegeln, erhöht den Widerstandswert einer Tür auf der Schlossseite. Eine Mehrfachverriegelung mit Rollzapfen genügt nicht, da diese nicht tief genug in die Schließbleche eingreifen.“

Zusatzschlösser

„Ein gutes Zusatzschloss, beispielsweise mit Sperrbügel, erhöht den Sicherheitswert einer Tür. Durch den Sperrbügel wird das Aufstoßen der spaltbreit geöffneten Tür verhindert.“

Visuelle Hilfsmittel

„Bauen Sie in Ihre Haus- oder Wohnungstür einen Weitwinkel-Spion ein (mindestens 180-Grad-Winkel), damit Sie sehen, wer zu Ihnen will. Wenn Sie öffnen, dann nur mit vorgelegtem Sperrbügel! Der Bereich vor der Tür und der Zugangsweg sollten ausreichend beleuchtet sein.

Um überprüfen zu können, wer zu Ihnen will, installieren Sie eine Türsprechanlage – eventuell in Kombination mit einer Videokamera.“

Ansprechpartner

In Varel steht Eugen Schnettler, Sachbearbeiter Prävention beim Polizeikommissariat Varel, unter Tel. 04451/923146 als Ansprechpartner zur Verfügung. In Jever ist dies Wiard Wümkes (04461/9211181), und in Wilhelmshaven Katja Reents (04421/942108).

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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