Varel Als der Applaus aufbrandete, strahlte Kerstin Ligthart mit ihrem neuen Diadem um die Wette. „Ich fühle mich großartig und freue mich total auf das neue Amt“, sagte sie und nahm von Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies und Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner die Glückwünsche entgegen. „Das ist ein wahnsinnig schöner Moment.“

Die 25-Jährige aus Bockhorn ist die neue Mühlenkönigin. Sie wurde am Samstagnachmittag gekürt. Sarah Rah, die zweite Bewerberin für die Wahl, zu der die Nordwest-Zeitung und das Stadtmarketing Varel bereits zum neunten Mal aufgerufen hatten, hatte ihre Kandidatur kurzfristig zurückgezogen. Deshalb hatte die Jury in diesem Jahr ein leichtes Spiel bei ihrer Entscheidung, wer die neue Majestät wird.

„Das ist sehr schade, aber wir müssen ihre Entscheidung akzeptieren“, sagte Kerstin Ligthart, die Varel nun ein Jahr lang touristisch vertreten wird: „Ich freue mich trotzdem, vor allem auf das, was mich in den kommenden Wochen und Monaten erwartet.“

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Zuvor begeisterte die neue Königin die über 200 Gäste im Mühlengarten mit ihrer lockeren und sympathischen Art, als sie die Fragen von Moderator Wolfgang Busch auf der Bühne schlagfertig beantwortete. „Man sollte unbedingt zur Mühle gehen“, ging die junge Frau, die als milchwirtschaftliche Laborantin bei der Molkerei Ammerland arbeitet, dabei schon voll in ihrem neuen Amt auf. Als Preis erhält sie einen neuen Ford Fiesta, gestiftet vom Autohaus Tönjes mit Filialen in Neuenburg und Varel. Den flotten schwarzen Flitzer darf sie ein Jahr lang nutzen.

„Vareler Mühlenkönigin ist auch ein Stück Herzblut“, sagte Gerd-Christian Wagner, der gemeinsam mit der Ratsvorsitzenden Hannelore Schneider, Autohaus-Geschäftsführer Ulf Behrmann, der ehemaligen Mühlenkönigin Femke Ahlers und Helga von Eßen vom Heimatverein die nun arbeitslos gewordene Jury bildete. Die Amtskette in Form einer Mühle erhielt Kerstin I. von Minister Olaf Lies. Das Unikat hat die Goldschmiedemeisterin Bettina Filmer aus Varel gefertigt.

Sichtlich berührt gab Femke Ahlers die Krone weiter. „Es war ein tolles Jahr, ich werde es nie vergessen“, sagte sie auf der Bühne. Mit Präsenten verabschiedete sie sich von ihren Wegbegleitern. „Vor allem meine Familie hat mir immer sehr geholfen“, sagte Femke. Ihre Mutter, die sie zu allem Veranstaltungen begleitet hatte, hatte noch eine ganz besondere Überraschung für ihre Tochter parat. Sie engagierte die Sängerin Marlies Renz, die nur für Femke „Ein schöner Tag“ zur Melodie von „Amazing Grace“ sang. „Ihr habt das hervorragend gemacht“, bedankte sich Gerd-Christian Wagner für das Engagement, das Femke und Prinzessin Maxi Horstmann im vergangenen Jahr bei über 21 Veranstaltungen für die Stadt Varel gezeigt hatten.

Zu Gast waren auch die Deutsche Kartoffelkönigin Jessica aus Rotenburg/Wümme, Mühlenkönigin Lisa und Prinzessin Ilona aus Schortens sowie deren Vorgängerinnen Svenja und Swantje, die Friedeburger Hofdamen Malina und Janna, Erntekönigin Tomke und Prinzessin Deike aus Hesel, Nienburgs Spargelkönigin Jessica, die Altländer Blütenkönigin Lina aus Jork, Erntekönig Alexander aus Winsen, die Kirschblütenprinzessin Louisa aus dem Weserbergland sowie die Kartoffelkönigin von Fallersleben, Sarah.

Unter den Gästen war auch Lars Kühne von der Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham. Sie stiftet 500 Euro „Benzingeld“, damit die Mühlenkönigin ihre offiziellen auswärtigen Termine wahrnehmen kann.

Begonnen hatte das Vareler Mühlenfest mit dem traditionellen Mühlenschmücken. Bürgermeister Gerd-Christian Wagner brachte gemeinsam mit Mühlenwart Peter Fleckenstein Birkengrün an einem der vier Mühlenflügel an. Dazu sang der Shantychor „De Freesen ut Varel“.

Mit dem Fest will der Heimatverein an die Tradition des Müllerhandwerks erinnern. Auch am Sonntag, 20. Mai, gibt es ab 11 Uhr ein buntes Programm. Am Pfingstmontag, 21. Mai, dem offiziellen „Deutschen Mühlentag“, ist die Vareler Mühle ab 10 Uhr geöffnet. Angeboten werden kostenlose Besichtigungen und Führungen.

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Olaf Ulbrich Kanalmanagement / Redakteur
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