Längst ist das exklusive Essen des Freundeskreis Schlossmuseum Jever kein Geheimtipp mehr: Zum zwölften Mal hat der Vorstand Mitglieder und Förderer zu kulinarischen und kulturellen Außergewöhnlichkeiten ins Schloss eingeladen. Von historischen Kerzenleuchtern aus dem Bestand des Schlosses sanft beleuchtet, verströmten die herrschaftlich eingedeckten Tische von Beginn an wunderbare Stimmung. 70 Gäste begrüßte die Freundeskreis-Vorsitzende Doortje Sabin. Der Abend stand unter dem Thema „Der gedeckte Tisch – Tafelkultur in Friesland“ in Anlehnung an die gerade beendete Dauerausstellung über Porzellan in der Region. Museumsleiterin Professor Dr. Antje Sander nahm die Gäste mit auf die Reise in eine Zeit, als ausschließlich mit den Händen gegessen wurde. Viel Informatives und Lustiges wusste sie zu berichten. Für den kulinarischen Teil des Abends zeichnete Stephan Eden vom Restaurant „Zitronengras“ verantwortlich. Menügänge aus Fasanenessenz, geräuchertem Garnelenspieß und Jacobsmuschel mit Kräuterrisotto, Tranche vom Hirschrücken und Tiramisu mit Pflaumen in Armagnac verwöhnten den Gaumen. Zwischen den Gängen trugen die Vorstandsmitglieder d Texte aus verschiedenen Epochen vor und gaben auf diese Weise einen Einblick in die zeitgenössischen Sitten und die Dekoration des „Gedeckten Tisch“.

Ein völlig neues „Schul-Gefühl“ für Esther Asamoah: Die Lehrerin und Betreiberin einer privaten Schule in Kumasi (Ghana) erlebte bei ihrem Gespräch mit den Schülern der Abiturjahrgänge der Berufsbildenden Schulen Jever großzügige und helle Räume und technische Hilfsmittel und kam aus dem Staunen gar nicht heraus. Sie erzählte gut 50 Schülerinnen und Schülern, wie sie als Mutter von vier Kindern mit Hilfe einer Mikrofinanzierung aus kleinsten Anfängen heraus eine private Schule gegründet hat, an der heute 215 Kinder von zwölf Lehrern unterrichtet werden. Zuvor hatte BBS-Lehrer Ronald Eilts darauf hingewiesen, dass sich die Abiturklassen demnächst im Wirtschaftsunterricht mit Fragen der Globalisierung beschäftigen. Er sei deshalb sehr glücklich, dass man quasi zum Einstieg und aus erster Hand aktuelle Informationen zum Thema Mikrofinanzierung erhalte. Jochen Ewald, Mitglied des „Freundeskreises Weser-Ems“, der sich die Förderung von Mikrofinanzierungen in Ghana zum Ziel genommen hat und seit 2007 rund 685 000 Euro Spenden aus Weser-Ems angeschoben hat, stellte den Bezug zur aktuellen Lage her. Er führte aus, dass wenn die Entwicklungshilfe überall nach dem Motto der Mikrofinanzierung „Hilfe zur Selbsthilfe“ umgesetzt würde, mit Sicherheit noch mehr Erfolge zur weltweiten Bekämpfung der Armut erzielt würden. Der „Freundeskreis Weser-Ems“ ist eng mit der deutschen Stiftung Opportunity International liiert, die wiederum international in den Entwicklungsländern mit Partnerunternehmen vor Ort dafür sorgt, dass die Gelder zielgerichtet und kontrolliert eingesetzt werden.

Weihnachtliches und Selbstgemachtes zum Dekorieren und Verschönern des Hauses, Karten und Adventsgebäck haben die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Schlosser-Schule in Jever auf ihrem Adventsbasar zum Verkauf angeboten. Zudem boten sie gebrauchte Bücher und Spielsachen an. In der Cafeteria wurde für das leibliche Wohl gesorgt. Der Basar kam bei Familie, Freunden und Verwandten indes sehr gut an, sie honorierten die Mühe, die sich Schüler und Lehrer mit dem Basar gemacht hatten, mit einem großen Andrang am Nachmittag.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Es gibt sie noch, diese Sänger und Geschichtenerzähler, diese Poeten, die den Fokus auf einen wunden Punkt legen und ihn allein mit Worten heilen können. Heinz-Rudolf Kunze ist einer, der mit Worten jongliert wie kaum ein zweiter Musiker in diesem Land. Seine Texte haben Brillanz und Tiefenschärfe – und „Tiefenschärfe“ heißt auch sein aktuelles Album, mit dem Kunze aktuell auf Konzertreise ist. Begleitet von seiner Band Räuberzivil, mit der er seit einigen Jahren aktiv ist, führte der Weg nun in den Schützenhof nach Jever. Vor fast 400 Leuten sang und sprach Kunze mit sonorer Märchenonkel-Stimme und in zum Markenzeichen gewordener Military-Jacke und grauem Schal. So wundervoll die Band – Kunze könnte man auch ohne Musik stundenlang zuhören.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.