ASEL ASEL - Jede Menge Informationen über die Konstruktion von Müllverbrennungsanlagen und die Auswirkungen auf die Anwohner beim Bau einer solchen Anlage in Wiefels prasselten während einer Versammlung der Bürgervereine Eggelingens und Asels auf die Bürger herab.

Informationen über den Stand der Planungen des Abfallzweckverbandes Friesland/Wittmund zum angedachten Bau einer Verbrennungsanlage für die heizwertreiche Fraktion in Wiefels gab es allerdings nicht.

Für die Stadt Jever bezog der stellvertretende Bürgermeister Bolko Schroeder Stellung: „Wir haben uns im Rat der Stadt Jever einstimmig gegen die Müllverbrennungsanlage ausgesprochen.“ Er sei nun darin bestätigt worden, dass die Anlage in Wiefels nicht gebaut werden dürfe.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Diese Auffassung, die die überwiegende Zahl der Besucher im fast schon zu kleinen Dorfgemeinschaftshaus in Asel teilte, stärkten drei Fachleute: Dipl. Ing. Peter Gebhardt (Gießen) vom Umweltverband „Das bessere Müllkonzept“, stellte eine Müllverbrennungsanlage in ihren Bauteilen vor. In Deutschland gebe es 70 Müllverbrennungsanlagen. Neuere Anlagen blieben weit hinter dem Standard früherer Anlagen zurück. Das sei durch die 17. Bundesimmissionsschutz-Verordnung legitimiert. „Die Investoren sehen auf die Kosten und nicht darauf, was aus dem Schornstein kommt“, stellte er fest.

Auf das, was aus dem Schornstein kommt, blickte der Toxikologe und Umweltmediziner Dr. Hermann Kruse vom Institut für Experimentelle Toxikologie des Universitätsklinikums Kiel. Für ihn spielen vor allem die Feinstäube eine große und gefährliche Rolle. „Ich halte die Stäube für das Problem, weil sie nur sehr schwer durch geeignete Filteranlagen zurückgehalten werden können.“

Nach Kruses Aussage müssten die Grenzwerte dem Prinzip der Vorsorge untergeordnet werden. Das würde eine drastische Reduzierung bedeuten.

Umweltberater Klaus Koch, Hamburg, ging ebenfalls auf die Lungengängigkeit der Feinstäube ein. Nach seiner Ansicht schafft Verbrennung grundsätzlich Risiken, die nicht abzuschätzen sind. Deshalb müsse ein anderes Müllkonzept her. Er riet, sich hinter die hiesige Bürgerinitiative zu stellen, um die Anlage zu verhindern. „Bei Eingabe aller vollständigen Genehmigungsunterlagen des Betreibers muss die Behörde genehmigen“, warnte er.

Lediglich Herbert Bukop, Geschäftsführer der Nordseebad Carolinensiel-Wittmund GmbH, war in seinen Aussagen gespalten. Einerseits vertrat er die Ansicht, „alles, was dem Tourismus schadet, muss unterlassen werden“. Andrerseits war er der Auffassung, man werde nicht umkommen, wenn eine solche Anlage gebaut werde.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.