Varel Als ältester Ratsherr eröffnete Rudi Böcker (76) am Mittwochabend die konstituierende Sitzung des neuen Vareler Stadtrates – und das mit gewohnt markigen Worten: „Wir sollten uns auf unsere Pflichten konzentrieren und nicht so viel meckern.“ Die Pflichten – die Formalitäten, die unvermeidbar sind, wenn ein neugewählter Rat zum ersten Mal tagt, wurden erledigt – aber ordentlich Kritik gab es auch. Zukunft Varel ist empört, weder den Ratsvorsitz noch einen der drei Posten des stellvertretenden Bürgermeisters bekommen zu haben.

Zur Ratsvorsitzenden wurde Hannelore Schneider (SPD) mit 23 Stimmen wiedergewählt. 10 Stimmen entfielen auf Heinz Peter Boyken von Zukunft Varel. Die Wählergemeinschaft hatte das Amt für sich beansprucht. „Es ist ein ungeschriebenes Gesetz in der Demokratie, dass derjenige, der die Wahl gewinnt und die stärkste Kraft ist, den Vorsitz stellt“, sagte Funke. Zukunft Varel hatte 28,6 Prozent der Stimmen erzielt, SPD 27,3 und CDU 19,7 Prozent.

Noch deutlicher fiel die Kritik aus, als die Wählergemeinschaft auch bei der Besetzung der Posten der drei stellvertretenden Bürgermeister unterlag. Für die ersten beiden Vorschläge der Mehrheitsgruppe (SPD/CDU/FDP/BBV), Raimund Recksiedler (SPD) und Peter Nieraad (CDU), stimmte auch Zukunft Varel, bei der Besetzung des dritten Postens schickte sie als Gegenkandidat von Rudi Böcker (BBV) Karl-Heinz Funke ins Rennen. Er unterlag in geheimer Abstimmung mit 22 zu 11 Stimmen.

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„Eine Mehrheit im Rat der Stadt Varel tut so, als hätte es überhaupt keine Wahl gegeben“, sagte Axel Neugebauer von Zukunft Varel, „uns wird die Tür vor der Nase zugeschlagen, so als handele es sich bei den Ratsfrauen und Ratsherren von Zukunft Varel um politisch radikale oder politisch Aussätzige“.

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Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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