Zetel Der Ohrbült in Zetel ist ein Knotenpunkt: Im Ortskern treffen sich die Kreisstraße 102 (Bohlenberger Straße und Bahnhofsstraße) und die Landesstraße 815 (Jakob-Borchers-Straße und Neuenburger Straße). Außerdem schließen sich an diese Straßen die Gemeindestraßen Südenburg und Hauptstraße an. Da ist ordentlich was los. Doch wie gefährlich ist die Situation am Ohrbült wirklich?

Die Grünen in Zetel finden: durchaus gefährlich, vor alllem für Radfahrer. Sie haben einen Antrag an die Gemeinde gestellt, einen Verkehrsplaner damit zu beauftragen, die Situation zu bewerten und Möglichkeiten zur Entschärfung zu finden.

Klaus-Rüdiger Harms, Sachgebietsleiter „Verkehr“ bei der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland, sieht dagegen kein Problem. „Ich würde da überhaupt nichts ändern, das sage ich Ihnen ganz ehrlich“, sagte Harms am Donnerstagabend in der Sitzung des Bau- und Wegeausschusses im Zeteler Rathaus.

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Der Polizeihauptkommissar war in den Ausschuss eingeladen worden, um die Unfallzahlen vorzustellen und um den Politikern eine Einschätzung zu geben, wie gefährlich der Knotenpunkt ist. Statistisch gesehen sei der Ohrbült absolut unauffällig und keinesfalls ein Unfallschwerpunkt, sagte Harms. Im Jahr 2015 hat es einen Unfall mit Beteiligung eines Radfahrers gegeben, der allerdings nicht verletzt worden sei. Auch 2016 gab es einen Unfall mit Radfahrer, ebenfalls laut Harms ohne Verletzte. Im Jahr 2017 gab es drei Unfälle, zwei mit Beteiligung von Radfahrern. Das sei statistisch betrachtet nicht viel, sagt Klaus Harms. In Varel zum Beispiel, an der Kreuzung der Bundesstraße 437 mit der Hellmut-Barthel-Straße und der Gertrud-Barthel-Straße gebe es pro Jahr acht bis zehn Unfälle, obwohl die Situation dort wesentlich übersichtlicher sei.

„Wenn man sich mal anguckt, wie viel Verkehr am Ohrbült durchgeht und wie viele Straßen da zusammentreffen, ist das absolut unauffällig, es passiert sogar erstaunlich wenig“, sagt Harms. Aus seiner Erfahrung weiß er, dass die Autofahrer gerade bei unübersichtlichen Verkehrssituationen besonders aufmerksam sind. „Deswegen würde ich da gar nichts ändern.“

Dass die Situation am Ohrbült vor allem für Radfahrer unübersichtlich und gefährlich ist, meint Klaus Harms nicht. Radfahrer seien nicht nur Opfer der Unfälle. „Das Verhalten der Radfahrer ist immer ein Problem. Unfälle entstehen vor allem, wenn die Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung oder auf nicht freigegebenen Gehwegen fahren.“

Wolfgang Brauers von den Grünen aber argumentierte, dass Radfahrer sich so verhielten, gerade weil der Ohrbült so unübersichtlich sei und sie sich eine Lücke suchen müssten. „Mir reicht es nicht, dass gesagt wird: Da passieren wenig Unfälle. Unser Antrag auf einen Verkehrsplaner ist damit noch nicht erledigt.“ Die Politiker wollen nun in den Fraktionen noch einmal über den Verkehr am Ohrbült sprechen.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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