Zetel /Varel Bis zur letzten Minute haben die Schüler der IGS Friesland-Süd in Zetel noch an ihren Protest-Plakaten gemalt. „Sie sind aber rechtzeitig fertig geworden“, sagt Veronique Günther. Die junge Frau absolviert gemeinsam mit Greta Belgardt an der Integrierten Gesamtschule (IGS) ihr Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) und rief die Schüler auf, sich an der „Fridays-for-Future“-Demo am Freitagnachmittag auf dem Markthamm zu beteiligen.

Weltweit gingen die Menschen beim dritten Klima-Streik auf die Straße. In Zetel folgten 150 dem Aufruf. Organisiert wurde die Demonstration von Stephanie Langner aus Zetel. „Das ist eine tolle Resonanz, ich bin sehr zufrieden“, sagte sie.

Sein eigenes Plakat hatte der Schüler Jason Bergner gemalt. „Fahrt weniger Auto“, stand darauf. Gemeinsam mit seinem Freund Malte Jürgens setzt er sich für den Umweltschutz ein. „Ich mag sehr gerne Tiere“, sagte Jürgens. Er wünsche sich, „dass die Eisbären nicht aussterben“. Doch die sind durch die Erderwärmung und den damit verbundenen schmelzenden Polkappen besonders gefährdet.

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An einer Wäscheleine hängten die Teilnehmer der Zeteler Kundgebung Zettel auf. Darauf schrieben sie ihre Sorgen und Wünsche, welche Konsequenzen der Klimawandel hat und wie er aufgehalten werden könnte. „Formuliert einfach eure Ideen“, forderte Thomas Coldewey vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland auf.

Auch die Kirche unterstützte die Aktion auf dem Markthamm, unter den Teilnehmern war auch Zetels Pastor Michael Trippner.

Bereits um 9 Uhr trafen sich einige Klimaaktivisten in Varel zu einer Schöpfungsandacht mit Pastor Edgar Rebbe. „Unser Auftrag ist es, die Schöpfung zu bewahren. Wir dürfen nicht weiter darüber diskutieren, ob es den Klimawandel überhaupt gibt, sondern müssen jetzt handeln, bevor es noch schlimmer wird“, sagte er. Nach einem anschließenden Klima-Frühstück reiste er mit dem Umweltteam der Ev.-luth. Kirchengemeinde sowie 30 weiteren Männern und Frauen zur Demo nach Oldenburg.

„Wir wollen heute unsere Meinung zum Klimaschutz kundtun“, sagte die Varelerin Tina Kohlrenken, die sich im Naturschutzbund Nabu engagiert, vor der Abfahrt am Vareler Bahnhof: „Das Thema darf nicht erst im Jahr 2050 angegangen werden, der Klimaschutz muss jetzt passieren.“

Marit Zobel, angehende Studentin, engagiert sich in der evangelischen Jugend Varel. „Es ist gut, wenn heute viele Leute auf die Straße gehen und sagen: So geht es nicht weiter“, betonte die 19-Jährige: „Ich selbst versuche, zum Beispiel, weniger Plastikverpackungen zu benutzen und bringe meine eigenen Tüten mit zum Einkaufen.“

Heiko Wilde von der Umweltinitiative Deichfreunde setzt sich für ein gesünderes, nachhaltigeres und klimaneutraleres Handeln ein. „Wir unterschätzen unsere Macht als Verbraucher. Jeder muss aktiv werden. Wenn wir kein Plastik mehr kaufen, würde die Industrie auch endlich aufhören, so viel Plastik zu produzieren“, sagte er.

In Oldenburg demonstrierte auch Marina Schmidt. Doch was tut die Varelerin für den Klimaschutz? „Ich persönlich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit, esse wenig Fleisch und lebe in einer Wohnung mit einem nachhaltigen Wärmekonzept.“


Mehr Bilder aus Zetel unter   www.nwzonline.de/fotos 
Ein TV-Beitrag vom Klimastreik unter   www.nwzmedien.de/videos 
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Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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