Zetel Keine Unkrautvliese und -folien in öffentlichen Grünanlagen – das fordern die Grünen im Zeteler Gemeinderat. Die Grünenfraktion hat einen Antrag gestellt, in dem sie fordert, dass die Gemeinde in Zukunft in all ihren Grünanlagen und Beeten auf den Einsatz solcher Folien und Vliese aus Kunststoff verzichten soll.

Zur Begründung heißt es in dem Antrag, dass sich die gemeindeeigenen Grünanlagen und ganz besonders die Beete in den vergangenen Jahren sehr zum Positiven entwickelt hätten, gärtnerische Vielfalt und Kreativität zeigten und so wesentlich zum Erscheinungsbild des Ortes beitragen würden. Jetzt solle man einen weiteren Schritt in die ökologische Bewirtschaftung dieser Flächen gehen, so die Politiker der Grünen.

Denn der Einsatz von derartigen Folien und Vliesen aus Kunststoff sei abgesehen von den entstehenden Umweltbelastungen bei der Herstellung und Entsorgung der Folien und Vliese auch schädlich für die Flora und Fauna – insbesondere für die Insekten. „Folien, gleich welcher Art, wirken sich nachteilig auf Wasserhaushalt und Bodenklima aus“, heißt es im Antrag der Grünen.

Plastikfolien – auch wenn sie wasser- und luftdurchlässig sind – griffen massiv in die Lebensbedingungen vieler Tiere ein. Betroffen seien zum Beispiel Erdbienen, Erdhummeln und Regenwürmer, weil ihnen mit den Folien der natürliche Rückzugsort verwehrt bleibe. So würden die natürlichen Lebensräume für diese Lebewesen dezimiert.

Die Grünen argumentieren außerdem, dass sich die Gemeinde Zetel dem Schutz der Insekten verschrieben habe. In diesem Zusammenhang weisen die Grünen auch auf die von der Gemeinde verteilte Broschüre mit Maßnahmen zum Schutz der Insektenvielfalt hin.

Die Gemeinde Zetel hatte vor etwa einem Jahr Schlagzeilen gemacht, weil sie als eine der ersten Gemeinden überhaupt das Anlegen von Schottergärten untersagte. Im Bebauungsplan für das Neubaugebiet Zetel-Süd heißt es, dass Vorgärten gärtnerisch gestaltet werden müssen.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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