Wittmund Licht und Schatten beim Taktischen Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ in Wittmund: Beim Neujahrsempfang lobte Kommodore Oberstleutnant Kai Ohlemacher vor zahlreichen Gästen aus dem öffentlichen Leben die hohe Professionalität und Leistungsbereitschaft seiner Truppe.

Gleichzeitig sparte er nicht mit Kritik an der schleppenden Modernisierung der Infrastruktur vor allem auf dem Flugplatz Wittmundhafen. Die Arbeitsbedingungen seien zurzeit „grenzwertig“, so Ohlemacher. Die geplanten Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen kämen nur sehr schleppend voran. Vertreter des Staatlichen Bau­managements Weser-Ems und Gäste aus Hannover hörten sehr genau hin.

Eine Herausforderung werde 2019 für das Geschwader auch deshalb, weil die Richthofener mit ihren Eurofightern 3100 Flugstunden zu absolvieren haben. Das sind Ohlemacher zufolge 600 Flugstunden mehr als noch 2018. „Das wird mit Blick auf die Zulaufrate an neuen Flugzeugen und der Ersatzteilbeschaffung nicht ganz einfach, ist aber zu meistern“, sagte der Kommodore.

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Im vergangenen Jahr seien vier Piloten im Eurofighter ausgebildet worden und die Richthofener sind die inzwischen 7000. Flugstunde im Eurofighter geflogen. Ohlemacher ist optimistisch, dass es nach Besuchen des Geschwaders durch Minister, Bundestagsabgeordnete und den Inspekteur der Luftwaffe im vergangenen Jahr nun auch mit der Modernisierung der Infrastruktur zügiger vorangeht.

Insgesamt 230 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren investiert werden – zum überwiegenden Teil in Wittmundhafen.

Zu den herausragenden Ereignissen 2018 zählte unter anderem die Teilnahme an der 14-tägigen Großübung „Frisian Flag“ in den Niederlanden. Lob gab es dort vom kommandierenden General, nachdem Soldaten des Richthofen-Geschwaders einen Fahrwerksbrand an einer spanischen F18 „Hornet“ gelöscht und den Piloten aus dem Cockpit befreit hatten, berichtete Ohlemacher.

In diesem Jahr steht die Teilnahme an der Übung „Blue Flag“ in Israel an, außerdem fliegen die Wittmunder beim Taktischen Leadership Program in Spanien.

Zurzeit überwacht das Geschwader aus Wittmund in Estland im Rahmen des Air Policing Baltikum den nördlichen Nato-Luftraum. Die Alarmrotte ist zurzeit nach Rostock-Laage verlegt. Wegen Arbeiten an der Start- und Landebahn wird die Alarmrotte im Juni nochmals nach Rostock-Laage ausweichen müssen, so Ohlemacher.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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