Bockhorn Das Integrierte Klimaschutzkonzept der Gemeinde Bockhorn geht in die „konkrete Erarbeitungsphase“, wie Bürgermeister Andreas Meinen am Dienstagabend vor dem Ausschuss für Finanzen, Wirtschafts- und Tourismusförderung erklärte. Mitarbeiter eines Planungsbüros stellten Energie- und CO2-Bilanzen für Bockhorn vor und erläuterten die Ergebnisse einer Bürgerbefragung. Konkrete Maßnahmen sollen in einer weiteren öffentlichen Sitzung am Dienstag, 30. Juni, 19 Uhr, im Rathaus erörtert werden.

Viele alte Häuser

In der Gemeinde Bockhorn belaufe sich der Energieverbrauch, so Peter Schaal, Regionalanalyse und Umweltplanung (RaUm, Bad Zwischenahn), zu 51 Prozent im Bereich Verkehr, zu 29 Prozent in den privaten Haushalten und zu 20 Prozent in der Wirtschaft. Anders gesagt: Rund 27 000 Tonnen CO2 pro Jahr kommen aus den Bockhorner Autos, 16 500 Tonnen aus den Heizungen und 8500 Tonnen aus den Betrieben.

Auf der Gegenseite sehe die Bilanz bei der Verwendung von erneuerbaren Energiequellen sehr gut aus, in Bockhorn würde jetzt schon das Vierfache von dem erzeugt, was verbraucht werde, betonte Schaal. Wobei Strom aus Windkraft, Sonne und Biogas natürlich ins allgemeine EWE-Netz eingespeist wird. Wo lässt sich am meisten Energie einsparen? „37 Prozent der Häuser sind zwischen 1949 und 1978 gebaut worden – wahre Energieschleudern. Da lässt sich eine Menge rausholen“, sagte Peter Schaal.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Von März bis April waren an alle Bockhorner Haushalte Fragebögen verschickt worden. Annika Dolgow (RaUm): „Deutlich wurde, dass der Klimaschutz als sehr wichtig eingestuft wird.“ Allerdings sei die Akzeptanz von Windkraft und Biogas in Bockhorn auffällig geringer als in vergleichbaren Gemeinden.

Gegen Biogas hätten sich rund 80 Prozent der Teilnehmer ausgesprochen. Die von der Gemeinde Bockhorn in Auftrag gegebene Potenzialstudie für Biogas ist noch nicht abgeschlossen.

Es gibt aber ein Merkzeichen: Nur 2,5 Prozent der Bockhorner haben ihre Fragebögen zurückgeschickt. Joachim Burmeister von den Grünen: „Das ist bestürzend. Ist das überhaupt eine verwertbare Aussage?“ Für Ingo Mose (RaUm) seien zumindest Tendenzen gegen Windkraft und Biogas abzulesen.

Verkehr ist Problem

Der Vorsitzende des Ausschusses, Olaf Nack (UWG), wies darauf hin, dass eine Gemeinde wie Bockhorn wenig Einfluss auf den Durchgangsverkehr, den Haupt-CO2-Produzenten, habe. Christel Bartelmei (CDU) sieht Chancen allenfalls in über-kommunalen Aktionen wie dem LEADER-Programm.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.