Zetel Die Spurensuche geht weiter: Jetzt hat Hans-Dieter Stiefs aus Driefel in den „Chroniken der Jahrhunderte – Zetel in Geschichtsbildern Helmut Harms“ (1. Auflage 2003) einen Eintrag gefunden, in dem steht: Gegen Ende des Ersten Weltkrieges war auch ein Verband der II. Werftdivision von Wilhelmshaven nach Zetel verlegt worden. Die Marineangehörigen bezogen unter anderem Quartier im Gasthof Janßen an der Hauptstraße.

War Konrad Wilking vielleicht einer der Soldaten, die im Gasthof Janßen wohnten, und auch in der „Kantine zu Blauhand“ gegessen haben? Könnte das vielleicht die Erklärung dafür sein, dass die Weltkriegsmedaille in einem Kartoffelacker in Driefel gefunden wurde?

In ihrem Garten hat Heike Neumann in diesem Herbst die Erkennungsmarke des Soldaten Konrad Wilking gefunden. Die NWZ  berichtete darüber, und Leser fanden daraufhin heraus, dass Konrad Wilking Soldat im Ersten Weltkrieg gewesen ist, dass sich sein Grab auf dem Friedhof Bremen-Riensberg befindet und dass Wilking, geboren am 20. September 1889, vermutlich um 1918 in Bremen gestorben ist. Könnte die Anwesenheit von Marineangehörigen in Zetel das Puzzleteil sein, dass fehlte, um zu erklären, wie die Marke nach Driefel kam?

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Auf dem Bild, das der Heimatforscher Hans-Dieter Stiefs gefunden hat, sind diese Marineangehörigen vor dem Gasthof Janßen zu sehen. Der Gasthof Janßen ist das Gebäude an der Hauptstraße in Zetel, in dem heute das Zeteler Kaffeehaus/Mehrgenerationenhaus untergebracht ist. Der Gasthof befand sich seit 1848 im Besitz der Familie Janßen. Bis zum Zweiten Weltkrieg existierte darin eine Bäckerei, und 1899 wurde ein Kegelhaus gebaut. Bereits 1911 wurde in dem alten Tanzsaal, der Libelle, ein Kino eingerichtet. Reinhard Janßen übernahm persönlich die Werbung für das Kino und zog dafür mit Pferd und Wagen über das Land bis nach Ostfriesland. 1959 wurde das Anwesen grundlegend modernisiert, der alte Tanz- und Kinosaal wurde abgebrochen, die Scheune und die Kegelbahn wichen einem modernen Kinogebäude, dem Zeteler Lichtspielhaus, in dem bis heute Filmvorführungen stattfinden.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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