Wangerooge Die Einwohner der Nordseeinsel Wangerooge könnten künftig zum Einsatz für die Feuerwehr verpflichtet werden. Der Gemeinderat stimmte am Dienstagabend einstimmig dafür, dies zu ermöglichen, wenn nur noch 23 oder weniger Aktive der Feuerwehr angehören. Gleichzeitig habe der Rat aber bekräftigt, dass man keine Pflichtfeuerwehr anstrebe – vorrangig gehe es darum, es den Einwohnern schmackhaft zu machen, sich freiwillig zu melden, sagte Bürgermeister Marcel Fangohr am Mittwochmorgen. Die Feuerwehr wolle Ende Januar entscheiden, ob es zu Verpflichtungen kommt. Der Rat sei allerdings auch bereit, noch länger zu warten, sofern sich eine andere Lösung abzeichne.

Hintergrund ist ein Mangel an Personal: So hat die Inselfeuerwehr nach Worten des Bürgermeisters derzeit 40 Mitglieder, davon aber nur 20 aktive. Weil bis Anfang Februar einige davon die Insel verlassen werden, sinke die Zahl auf 16 aktive Mitglieder. Ein Minimum an Personal werde aber benötigt, erklärte Fangohr am Dienstag: „Wenn es bei uns brennt, kann ich nicht kurz in der Nachbargemeinde anrufen.“

Auf Wangerooge leben knapp 1400 Menschen. Als mögliche Feuerwehrleute sind bislang 230 Kandidaten angeschrieben worden. Bisher habe sich aber erst ein Interessent gemeldet, sagte der Bürgermeister. Sollte es zu Verpflichtungen für die Feuerwehr kommen, sieht Fangohr zuerst passive Mitglieder, die schon ausgebildet worden sind, am Zug.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.