Wangerooge Acht Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Stimmzettel – doch nur sieben wollen tatsächlich Bürgermeisterin oder Bürgermeister Wangerooges werden: Uwe Osterloh (SPD) hat nochmals bestätigt, dass er das Amt nicht anstrebt. „Es bleibt dabei. Bei einer Stichwahl würde ich zurückziehen, aber das ist wohl eher unwahrscheinlich“, sagte er der NWZ.

7 oder 8 Kandidaten?

Dass Osterloh dennoch auf dem Wahlschein steht – und damit auch wählbar ist –, hat folgenden Grund: Er hatte erst nach Ablauf der Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge seinen Rücktritt erklärt – zu spät: Gemäß Kommunalwahlgesetz (NKWG) und Kommunalwahlordnung wird ein Rücktritt nach Ablauf der Frist bei der Zulassung der Wahlvorschläge und beim Druck der Stimmzettel nicht mehr berücksichtigt. Und somit bleibt Osterloh Bürgermeister-Kandidat und wählbar – ob er will oder nicht.

Am Wahlsonntag,

17. Juni, hat das Wahllokal im Trauzimmer der Gemeinde- und Kurverwaltung von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Die möglicherweise erforderliche Stichwahl ist auf Sonntag, 1. Juli, angesetzt. Auch dann kann von 8 bis 18 Uhr gewählt werden.

Allerdings kann er im Fall, dass er zum Bürgermeister gewählt wird, die Wahl ablehnen. Das gilt auch, wenn er noch in eine Stichwahl müsste: Er müsste dann noch mal schriftlich gegenüber der Wahlleitung erklären, dass er auf die Teilnahme an der Stichwahl verzichtet.

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Die Bewerber auf Wangerooge

Nach dem unerwarteten Tod des Wangerooger Bürgermeisters Dirk Lindner (55) im Januar muss auf der Insel neu gewählt werden. Am Sonntag, 17. Juni, stehen zur Wahl (in alphabetischer Reihenfolge):

  Christoph Brunswick (parteilos, 43 Jahre, Datteln)

  Thomas Commichau (parteiunabhängig, 58 Jahre, Wangerooge)

  Marcel Fangohr (CDU/Grüne, 36)

  Beate Grimm (parteiunabhängig, 54, Wangerooge)

    Nils Krummacker (FDP, 55, Westerstede)

  Tina Mißmahl (parteilos, 45, Wangerooge)

  Dr. Fritz Peters (parteiunabhängig, 65 Jahre, Wangerooge).

    Uwe Osterloh (SPD, 58 Jahre, Wangerooge).

Stichwahl auf Wangerooge wäre am 1. Juli

1149 Wählerinnen und Wähler sind aufgerufen, einen neuen Bürgermeister/Bürgermeisterin zu wählen. Das Wahllokal im Trauzimmer der Gemeinde- und Kurverwaltung ist von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Auch, wer keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, kann zur Wahl gehen – jeder, der im Wahlverzeichnis steht, kann seine Stimme abgeben.

Dass es angesichts von acht Kandidatinnen und Kandidaten zur Stichwahl zwischen zweien kommen wird, gilt für viele als gesetzt. Termin ist dann der 1. Juli.

Intensiver Wahlkampf

Seit Zulassung der Wahlvorschläge zur Bürgermeisterwahl am 17. Mai hat sich ein intensiver Wahlkampf entsponnen – insbesondere zwischen dem FDP-Kandidaten Nils Krummacker sowie FDP-Ratsfrau Petra Tiessen und der parteiunabhängigen Beate Grimm (SPD).

Und die Kandidaten vom Festland – vor allem Krummacker aus Westerstede und Brunswick aus Datteln – hatten sich immer wieder zu rechtfertigen, wie sie sich als Auswärtige die Amtsführung vorstellen.

Ansonsten präsentierten sich die Kandidaten Brunswick, Commichau, Fangohr, Dr. Peters und Mißmahl zurückhaltend – sie hielten auch in den sozialen Netzwerken die Füße still, wenn gerangelt wurde. Und Osterloh hat sich komplett herausgehalten – er hatte von Anfang an angekündigt, keinen Wahlkampf zu betreiben.

So antworteten die Kandidaten

Konsequent hatte Osterloh auch an der „Elefantenrunde“, die der Bürgerverein Wangerooge am 10. Juni organisiert hatte, nicht teilgenommen. Dr. Fritz Peters hatte seine Teilnahme ebenfalls abgesagt. Die Elefantenrunde hatte mit einer Publikumsfrage geendet: „Würden Sie das Bürgermeisteramt auch ausführen, wenn es rein ehrenamtlich wäre?“

Die Antworten:

  Tina Mißmahl: „Das kann ich mir nicht leisten.“

  Nils Krummacker: „Nur, wenn es noch eine andere Leistung gäbe.“

 Beate  Grimm: „Ja, aber nur mit einem Verwaltungschef.“

  Marcel Fangohr: „Nur als Behördenchef.“

 Thomas  Commichau: „Theoretisch ja, praktisch nein.“

  Christoph Brunswick: „das kann ich mir leider nicht leisten.“

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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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