SCHORTENS Die Bundestagsabgeordnete wünscht sich eine bessere Zusammenarbeit zwischen alten und jungen Menschen. Nachholbedarf sieht sie auch bei der Gleichstellung von behinderten Menschen.

Von Thomas Neunaber SCHORTENS - Mehr Verständnis und Verantwortung unter den Generationen wünscht sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer. So müssten die Lasten vor dem Hintergrund des demographischen Wandels zwischen Alt und Jung gerechter als bisher verteilt werden. Auf der Jahreshauptversammlung der SPD Arbeitsgemeinschaft 60plus des Unterbezirks Friesland im Bürgerhaus Schortens stellte sie ihre aktuellen Thesen zur Sozialpolitik vor.

So sieht die neue Behindertenbeauftragte der Bundesregierung noch reichlich Nachholbedarf, was die praktische Umsetzung des so genannten Antidiskriminierungsgesetzes und des Behindertengleichstellungsgesetzes betrifft. Karin Evers-Meyer: „Es ist immer noch Alltag hierzulande, dass Behinderte und Ältere Probleme haben, einen Bankkredit zu bekommen. Oft bekommen Behinderte auch keinen Platz im Hotel oder in einer Gaststätte. Eltern mit geistig behinderten Kindern finden keine Wohnung.“

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Dass die Integration von behinderten Menschen sowohl im Privaten als auch im Berufsleben funktioniere, belegen nach ihren Erfahrungen Länder wie Schweden, Finnland oder die Niederlande. „In Schweden leben und arbeiten behinderte Menschen oftmals nicht in Behindertenwerkstätten, sondern sie werden in normalen Betrieben und in Wohngemeinschaften integriert“, berichtete die SPD-Bundestagsabgeordnete. Sie prophezeit, dass das System der Behindertenbetreuung in Zukunft flexibler und weniger institutionell gehandhabt werde.

Nachholbedarf sieht die Politikerin auch in der Kinderbetreuung in Deutschland. „Frühförderung von Kindern ist für mich ein großes Thema“, so Karin Evers-Meyer. So müsse das Kinderbetreuungsangebot für berufstätige Mütter unbedingt verbessert werden. „Wir brauchen mehr Ganztagesangebote und auch der Kindergarten am Sonnabend wäre wünschenswert, zumal viele Frauen im Handel auch sonnabends arbeiten müssen“, forderte Evers-Meyer.

Nur durch bessere Betreuungsangebote könnten auch die Lerndefizite insbesondere von Kleinkindern aus sozial schwachen Familien ausgeglichen werden. „Heute können nicht nur viele ausländische Kinder, sondern auch viele deutsche Kinder nicht richtig sprechen“, betonte die Sozialdemokratin.

Auf dem Programm der AG 60 plus Friesland standen auch Wahlen für die Delegierten für die Bezirkskonferenz am 8. Juni in Oldenburg. Auf der Veranstaltung im Bürgerhaus Schortens wurden folgende Parteimitglieder als Delegierte ernannt: Rudi Böcker (Varel), Arnold Daniels (Schortens), Inge Evers (Jever), Christa Haines (Schortens), Eva Just (Schortens), Fritz und Irene Mienits (Schortens).

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