Varel 1000 Euro brauchen die Agenda Varel und der Arbeitskreis Juden in Varel noch, um mit der Renovierung des Weinberghauses beginnen zu können. Insgesamt werden die Umbauarbeiten ca. 47 000 Euro verschlingen, 36 000 Euro steuert das Land Niedersachsen bei, weitere Fördertöpfe werden angezapft. „Wir haben noch eine Lücke von etwa 1000 Euro und bitten nun die Vareler, sich zu beteiligen“, erklärt Pfarrer Tom Brok vom Arbeitskreis Juden in Varel am Donnerstag.

Über das Weinberghaus

Das Weinberghaus an der Schüttingstraße 13 in Varel war ein jüdisches Altenheim. Am 9. November 1938, als in ganz Deutschland Synagogen in Brand gesetzt werden, wird auch das Weinberghaus geplündert und die Betreiber, Ernst und Jette Weinberg, werden ins Konzentrationslager gebracht. Sie werden später entlassen und führen den Betrieb weiter.

In den Folgejahren holen die Nazis immer wieder Bewohner ab und bringen sie in Lager und Ghettos. Auch die Weinbergs sterben in einem Ghetto. Ihre Nachfolger, die Wolffs, werden verschleppt, das Eigentum der Bewohner verkauft. Die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner ist in einer Graphic Novel von Gerald Chmielewski und Holger Frerichs nachzulesen.

Die übrigen 1000 Euro zusammen zu bekommen dürfte durchaus machbar sein. Sollten sich 20 Spender finden, die bereit wären, 50 Euro zu geben, wäre die Summe schließlich schon erreicht. Aber auch kleinere Summen sind natürlich willkommen.

Überwiesen werden kann das Geld auf das Konto der Agenda Varel. Das Konto bei der Oldenburgischen Landesbank hat die IBAN: DE66 2802 0050 9604 8145 00, BIC: OLBODEH2XXX. Verwendungszweck: Weinberghaus.

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Der Arbeitskreis Juden in Varel und die Agenda wollen das Weinberghaus, in dem sich einst ein jüdisches Altersheim befand, in einen Gedenkort verwandeln, an dem an die jüdische Geschichte Varels erinnert werden soll.

Christopher Hanraets Redakteur / Redaktion Varel
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