Varel /Dangast Bei der Begrüßung des neuen Jahres sollten Feiernde auf Böller am Wattenmeer verzichten. Darum bitten die Kurverwaltung und das Nationalpark-Haus in Dangast. Es wird außerdem darum gebeten, keine Feuerwerkskörper in Richtung Watt zu schießen. Den Vögeln gingen sonst wertvolle Nahrungshabitate verloren, die sie in der Folge dann teilweise nachhaltig meiden. Außerdem würden Reste der Feuerwerkskörper im Watt liegenbleiben und von den Tieren als Nahrung missverstanden und aufgenommen werden.

Ein generelles Böllerverbot, wie es zuletzt immer wieder diskutiert wurde und in einigen deutschen Städten mittlerweile auch gilt, gibt es in Dangast allerdings nicht.

Das sieht nahe bestimmter Gebäude aber schon wieder anders aus: Das Abbrennen „pyrotechnischer Gegenstände“ ist demnach in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden und Anlagen grundsätzlich verboten. Zu den brandempfindlichen Gebäuden gehören zum Beispiel die reetgedeckten Häuser.

Das bedeutet im Klartext: Mit handgeworfenen Knallern muss man mindestens einen Abstand von 30 Metern zu solchen Gebäuden einhalten. Feuerwerksraketen, die in die Luft steigen, sollten nicht näher als 200 Meter von derartigen Gebäuden entfernt gezündet werden.

Entstehen durch Böller oder Feuerwerk Schäden, haftet derjenige, der das Feuerwerk gezündet hat. Jeder, der Feuerwerk oder Böller zündet, muss zudem den entstandenen Müll und die Rückstände hinterher mitnehmen und entsorgen.

Damit die Begrüßung des neuen Jahres nicht im Krankenhaus endet, sollten nur Feuerwerkskörper verwendet werden, die eine CE-Kennzeichnung, eine amtliche Zulassungsnummer einer in der Europäischen Union ansässigen „benannten Stelle“ und eine Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache haben. Der Gebrauch illegaler Feuerwerkskörper kann nach dem Sprengstoffgesetz mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

Grundsätzlich darf Feuerwerk nur am 31. Dezember und am 1. Januar gezündet werden. So genannte „Himmelslaternen“ sind in Niedersachsen aus Brandschutzgründen verboten.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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