Varel Sie waren bedeutende Künstlerinnen oder Frauen, die sich in besonderem Maße für Mitbürger engagiert haben: Judith von Eßen, Olga Potthast von Minden, Susanne Ostendorf und Jette Weinberg. Nach ihnen wurden Straßen im Neubaugebiet am Vareler Hafen benannt – und dank der neuen Straßenschilder, so genannter Legendenschilder, erfährt jeder, was die Frauen geleistet haben.

Die Stadtverwaltung kündigte an, nach und nach alle Vareler Straßen, die nach Persönlichkeiten benannt wurden, mit Legendenschildern zu versehen. Dabei handelt es sich um mehr als 100 Straßen.

9500 Euro lässt sich die Stadt Varel den Geschichtsunterricht auf Straßenschildern kosten. 50 Euro kostet eine Hinweistafel. „Viele Bürger und Touristen fragen, wer die Persönlichkeiten waren, nach denen die Straßen benannt sind“, weiß Varels Erster Stadtrat Dirk Heise. Für ihn bedeuten die Erläuterungen auf den Straßenschildern aber noch mehr als reine Information: „Wir wollen die Menschen sensibilisieren für die Geschichte der Stadt Varel.“

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Mit den vier Frauen auf den Straßenschildern im Neubaugebiet am Hafen möchte die Stadt zudem deutlich machen, dass auch Frauen in Varel Bedeutsames geleistet haben. Die Initiative für das „weibliche Baugebiet“ ging von Varels Gleichstellungsbeauftragter Brigitte Kückens aus.

Sie hatte sich gegen den Vorschlag des Vareler Heimatvereins durchgesetzt, die Hauptstraße durch das neue Baugebiet an der Hafenstraße Bürgermeister-Strahl-Straße zu nennen – nach Anton Wilhelm Strahl, dem ersten Bürgermeister Varels, dessen Landstelle genau dort lag.

Dirk Heise dankte dem Heimatverein dafür, dass er die Stadt Varel unterstützt und die Informationen über die Vareler Persönlichkeiten zur Verfügung stellt. Ausgearbeitet werden die Schilder im Fachbereich Ordnung und Soziales im Rathaus, Mitarbeiter des Stadtbetriebes bringen sie an.

Bis alle mehr als 100 Straßenschilder, die in Varel nach Persönlichkeiten benannt sind, mit historischen Informationen versehen sind, kann es noch einige Jahre dauern, kündigte Dirk Heise an.

Als nächstes ist das Straßenschild von Karl Nieraad dran. Dann werden die Vareler Bürger erfahren, dass Karl Nieraad (1907 bis 1999) von 1952 bis 1961 Bürgermeister von Varel und maßgeblich an der Stationierung der Bundeswehr in Varel beteiligt war.

Traute Börjes-Meinardus Redakteurin / Redaktion Varel
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