Varel /Zetel Zwei der im Zuge der Aktion „Gewitter“ verhafteten Regimegegner der Nazis, Adolf Heidenreich (Varel) und Fritz Frerichs (Zetel), wurden nach dem Krieg geehrt, in dem man Straßen nach ihnen benannte. Die Gemeinde Zetel benannte 1946 die frühere „Adolf-Hitler-Straße“, in der Frerichs mit seiner Frau Elisabeth bis zu seiner Verhaftung am 22. August 1944 gewohnt hatte, nach dem 1945 verstorbenen Politiker. Frerichs war wahrscheinlich an Bord der „Cap Arcona“ verstorben, wohin man die Häftlinge des KZ Neuengamme gebracht hatte.

In Varel benannte man 1968 die neue Ortsdurchfahrt, die in ihrer heutigen Trassenführung erst zwischen 1972 und 1974 vollendet wurde, nach dem sozialdemokratischen Bürgermeister. Heidenreich (1897 - 1958) war im Gegensatz zu Frerichs aus der KZ-Haft am 6. September 1944 freigekommen. Er überlebte die Nazi-Diktatur.

Nach dem Kriege wurde Adolf Heidenreich als Sozialdemokrat zum ersten Vareler Nachkriegs-Bürgermeister gewählt. Er übte dieses Amt – mit einer Unterbrechung von Oktober 1946 bis 1948 – bis ins Jahr 1952 aus. Als Politiker des demokratischen Nachkriegsdeutschlands war Heidenreich ferner Mitglied im Oldenburgischen Landtag (bis zu dessen Auflösung 1946), war Mitglied im Kreistag, stellvertretender Landrat und später auch noch Landtagsabgeordneter, der den Wahlkreis Varel von 1947 bis zu seinem Tode am 27. Juli 1958 vertrat.

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Fritz Frerichs’ Witwe Elisabeth war die einzige Frau im Oldenburgischen Landtag (bis 1946, als das Land Oldenburg im Land Niedersachsen aufging) und wurde auch Mitglied des neu gebildeten Niedersächsischen Landtags.

Sie half mit, die Arbeiterwohlfahrt wiederaufzubauen, die die Nationalsozialisten zerschlagen hatte. Später zog sie nach Oldenburg, wo sie auch Mitglied des Stadtrates war.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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