SCHORTENS Bei der Kommunalwahl im September 2011 verzichtet die Schortenser SPD auf einen eigenen Kandidaten und unterstützt den amtierenden Bürgermeister Gerhard Böhling (52). Das teilte Schortens’ SPD-Chef Manfred Buß am Freitag mit. Die Entscheidung sei am Donnerstagabend auf einer Sitzung des SPD-Ortsvereinsvorstands einstimmig gefallen. Auch die SPD-Stadtratsfraktion stehe hinter dem Beschluss, betonte Fraktionsvorsitzender Peter Torkler.

Böhling war 2004 als parteiloser Kandidat von der CDU ins Rennen geschickt worden und hatte sich gegen die Mitbewerber Carsten Feist und Ewald Eden durchgesetzt. Er wurde erster hauptamtlicher Bürgermeister der damaligen Gemeinde Schortens. Zuvor war Böhling leitender Verwaltungsbeamter unter Schortens’ Gemeindedirektor Wolfgang Schmitz.

„Böhling hat gute Arbeit geleistet und genießt unser Vertrauen“, sagte Buß. Zudem setze die SPD in schwierigen Zeiten auf Kontinuität. „Warum sollen wir einen Bürgermeister-Wahlkampf führen, wenn es schon einen geeigneten Kandidaten gibt?“, fragt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Udo Borkenstein. Torkler zufolge sei entscheidend gewesen, dass die Arbeit Böhlings bei den Bürgern gut ankommt und er seine Versprechen hält. Politische Forderungen als Gegenleistung für Böhlings Unterstützung habe die SPD nicht gestellt. Nichtsdestotrotz werde es im Kommunalwahlkampf natürlich auch inhaltliche Diskussionen geben. „Dann stehen aber Sachthemen und keine Personalien im Fokus“, so Torkler.

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Die SPD war nach der Kommunalwahl im Jahr 2006 mit zwölf Abgeordneten als stärkste Fraktion in den Stadtrat eingezogen, hat im Laufe der Legislaturperiode aber zwei „Überläufer“ an die CDU und die UWG verloren. 2011 wollen die Sozialdemokraten wieder stärkste Kraft werden. Die Kandidatensuche für die Liste beginnt Buß zufolge im Herbst.

Böhling erreichte die Nachricht von der Entscheidung der SPD im Urlaub. „Ich freue mich natürlich sehr über die Unterstützung“, sagte er am Freitag in einem Gespräch mit der NWZ . Die Entscheidung der SPD sei nicht nur eine Bestätigung seiner Arbeit, sondern auch ein Lob für den Einsatz der gesamten Verwaltung. Zwar habe er noch keine offiziellen Gespräche zu seiner erneuten Kandidatur geführt, die Entscheidung sei aber bereits gefallen. „Wenn man ein Amt übernimmt, will man die Arbeit auch fortsetzen“, so Böhling. Er stellte klar, dass er bei der Wahl als Amtsinhaber und nicht als Parteienkandidat antreten werde.

Die CDU begrüßte am Freitag die Entscheidung der SPD. Zwar gebe es noch keine offiziellen Beschlüsse der CDU-Gremien zur Kandidatur. Fraktionschef Axel Homfeldt geht jedoch davon aus, dass sich Böhling weiter auf die Unterstützung der CDU verlassen könne.

Ulrich Schönborn Chefredakteur (ViSdP) / Chefredaktion
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