Schortens Willkommen im Jahr 1958! Mit einer schwungvollen Schlager-Revue, mit Boogie-Woogie und Petticoats hat das Stelldichein der Stadt Schortens am Sonntag gleich Laune gemacht auf das neue Jahr. Das aus Berlin und Oldenburg stammenden Trio „Sweet Sugar Swing“ katapultierte die rund 750 Gäste im Bürgerhaus Schortens mit weltbekannten Schlagern und Schmachtfetzen („Chatanooga Choo Choo“, „Volare“) gut 60 Jahre in der Zeit zurück und brachte mit seiner Version des Doris-Day-Evergreens „Que sera sera“ sogar den Bürgermeister zum Schunkeln.

Optimistischer Ausblick

Der holte die Bürger und zahlreichen Ehrengäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens dann aber schnell wieder in die Gegenwart. Bei seinem kurzen Schortens-Rückblick auf 2017 und dem optimistischen Ausblick auf 2018 erzählte Böhling viele Erfolgsgeschichten.

Darunter die vom neuen Gewerbegebiet Branterei, das fünf Monate nach Baubeginn der Erschließungsarbeiten schon zu 80 Prozent ausgelastet ist. Olaf Lies, damals noch Wirtschafts- und heute Umweltminister in Niedersachsen und ebenfalls unter den Gästen des Stelldicheins, war „nicht ganz unbeteiligt“ daran, dass für dieses Projekt rund 2,5 Millionen Euro – rund 60 Prozent der Erschließungskosten – aus der europäischen Union flossen, sagte Böhling. Weil auch die Sanierung und der Umbau des Schortenser Hallenbades mit Fördergeldern aus Hannover umgesetzt wird, ermunterte Böhling den Minister aus Sande, auch beim Förderantrag für die geplante Modernisierung des Schortenser Bürgerhauses aktiv zu werden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Eine Erfolgsgeschichte seien auch die Kinderbetreuung und das Bildungsangebot in Schortens, sagte Böhling. Er berichtete vom Bau neuer Kinderkrippen, dem Ausbau von Kindertagesstätten und die (geplanten) Investitionen in Schulen und Turnhallen.

An der Integrierten Gesamtschule in Schortens werden in diesem Jahr erstmals Abiturklausuren geschrieben. Somit sind in Schortens alle Bildungsabschlüsse an den allgemeinbildenden Schulen möglich. Nicht zufrieden ist Böhling damit, dass die Begrenzung der Schüler pro Jahrgang möglicherweise dazu führe, dass Schortenser Kinder an die KGS Wittmund oder die IGS Wilhelmshaven abwandern würden: „Das sollte nicht sein“, sagte Böhling. Er wolle sich beim Landkreis als Schulträger dafür einsetzen, dass alle Kinder aus Schortens, die an die Schortenser IGS wollen, an dieser Schule auch einen Platz finden.

Viel investiert

Auch die Planung von Baugebieten in Schortens gehe voran: Am Klosterweg werde dieses Jahr ein großes neues Baugebiet planerisch vorbereitet, die Kramermarktwiese werde in diesem Jahr bebaut, am Grön Winkel stehe 2018 der Neubau mit 59 Eigentumswohnungen an und an der Beethovenstraße werde der Pflege-Butler mit dem Bau von seniorengerechten Wohn­angeboten starten.

Die Feuerwehr komme in Schortens ebenfalls nicht zu kurz: Der Neubau in Sillenstede ist so gut wie fertiggestellt und werde in Kürze eingeweiht – auch dort wurden 1,5 Millionen Euro investiert.

Im Herbst 2018 werde auch das Hallenbad nach längerer Schließung wiedereröffnen. Zuvor soll es im April für alle Bürger einen Tag der offenen Baustelle geben.

Investiert werde weiterhin in die Erneuerung des Regenwasser- und Schmutzwasserkanalnetzes. Erfolgversprechend sei für die Stadt der geplante Anschluss Upjevers an das Schortenser Schutzwassernetz. „Wir wollen alle Bürger der Stadt Schortens gleich behandeln, dazu gehört auch eine einheitliche Abwassergebühr“, sagte Böhling. Die Gebühren in Jever seien höher, Durch den Anschluss ans Schortenser Netz nimmt das Volumen um rund acht Prozent zu, was wiederum die Gebühren in Schortens stabiler macht. Und für die Bürger in Upjever heißt das: „Einmal mehr gut essen gehen.“

Eine Erfolgsgeschichte sei zudem die Entwicklung der Bundeswehrstandorte mit bald rund 2000 Dienstposten.

Böhling betonte, dass die Bürger auch 2018 Kontinuität und Verlässlichkeit von der Stadt erwarten können. Es werde keine Steuererhöhungen, keine Parkgebühren keine zusätzlichen Windkraftanlagen und keine Reduzierung freiwilliger Leistungen geben. Und auch beim Straßenausbau werden die Anlieger nicht zu Beiträgen herangezogen.

Seine Kritik wiederholte Böhling an der Kreisumlage: „Schortens geht es gut. Aber es könnte uns noch besser gehen, wenn wir nicht so viel an den Landkreis überweisen müssten.“

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.