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Schortens Er ist der „Vater der Städtepartnerschaft“ Schortens’ mit dem polnischen Pieszyce. 2011 wurde er für seinen Einsatz für Völkerverständigung zum Ehrenbürger der einstigen Stadt Peterswaldau ernannt. Am 7. August ist Fritz Böhm im Alter von 86 Jahren gestorben. Obwohl von Krankheit stark gezeichnet, hatte Fritz Böhm im Juni noch die Delegation aus Pieszyce zum Klinkerzauber in Empfang genommen.

Fritz Böhm war über Jahrzehnte ehrenamtlich engagiert im Heimatverein Schortens, war Vorsitzender im Bund der Vertriebenen Ortsverein Schortens/Landsmannschaft Schlesien und Initiator der Städtepartnerschaft mit Pieszyce/Peterswaldau (Polen). Dafür war er von der Stadt Schortens bei der Ehrenamtsgala im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden.

Böhm, geboren am 21. September 1930, war selbst nach dem Zweiten Weltkrieg aus Steinseifersdorf, einem von vier Dörfern, die zu Peterswaldau gehörten, nach Schortens gekommen: Immer wieder erinnerte er in der Stadt daran, dass Schortens damit auch schlesische Wurzeln hat.

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Denn nach dem Krieg kamen ab 1946 mehrere Trecks mit rund 4000 Flüchtlingen aus Schlesien nach Schortens. Böhm erinnerte stets daran, wie fremd man sich damals war und dass die Bürger in Schortens damals wenig erfreut waren. Mittlerweile wird kaum noch über die Herkunft der heutigen Schortenser gesprochen. Doch ohne die Schlesier wäre die Stadt nicht, was sie heute ist. Denn die Einwohner zweier Dörfer – Steinseifersdorf und Arnoldsdorf – wurden damals komplett nach Schortens umgesiedelt und in Roffhausen und Rahrdum untergebracht.

Dass später diese Menschen großen Anteil an dem Aufbau der Olympia-Werke hatten und dadurch, dass sie heimisch wurden, Schortens ganz entscheidend mitgeprägt haben, steht außer Zweifel – das wurde auch beim zehnjährigen Bestehen der Städtepartnerschaft gewürdigt.

Böhm hatte schon in den frühen 1970er Jahren Kontakte in die frühere Heimat geknüpft und für die Schortenser mit schlesischen Wurzeln Reisen dorthin organisiert. Als Ratsherr im damaligen Schortenser Gemeinderat hatte er mit seinen zahlreichen Kontakten den Weg für die Städtepartnerschaft geebnet.

2011 wurde er für seine Verdienste zum Ehrenbürger von Pieszyce ernannt.


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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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