Schortens Viel Grund zum Feiern hat die SPD derzeit nicht – die Umfragewerte sind im Keller, seit Monaten kreist die SPD gefühlt nur um Personal- und Führungsfragen; politische Erfolge, die es ja gibt, werden kaum wahrgenommen.

All das war am Donnerstag bei der Jubiläumsfeier der Schortenser SPD-Senioren im Bürgerhaus nur ein Thema am Rande. Die AG 60 plus in Schortens wird 25 Jahre alt. Gegründet am 17. November 1994, mithin vor elf Parteivorsitzenden, hatte 60 plus als Sprachrohr der Senioren in der Partei in Schortens seitdem nur eine Vorsitzende: Renate Mögling. Die langjährige SPD-Ratsfrau ist nicht nur in Schortens aktiv, sondern war auch lange im 60 plus-Bundesvorstand. Mögling „musste“ sich von den Gastrednern viel Lob für ihre unermüdliche Arbeit anhören.

Das 25-jährige Bestehen hat die Arbeitsgemeinschaft mit einem Frühstücksbüfett, Musik und Lesungen mit rund 80 Gästen und politischen Weggefährten gefeiert, darunter Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller, Kreisverbandsvorsitzende Elfriede Ralle und Gisela Arnold vom 60 plus-Bundesvorstand.

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„Ohne die AG 60plus würde die SPD nicht so gut dastehen“, sagte Gisela Arnold. Tatsächlich werde die Partei vor allem von den Alten getragen. Ein Bonmot gelang Elfriede Ralle mit der Erkenntnis: „Ohne die AG 60plus sähe die SPD alt aus“. Auch Siemtje Möller würdige die Bedeutung von 60plus für die Partei. Sie sprach von einer Graswurzelbewegung, die seit der Gründung kräftig gewachsen und sich immer weiter ausgebreitet habe.

Ihre Wurzeln hat die AG 60plus in dem von Renate Mögling 1990 initiierten Seniorenfrühstück der Schortenser SPD. Vier Jahre später war daraus die „Altenbewegung“ 60plus entstanden, die sich heute regelmäßig einmal im Monat meist im Bürgerhaus trifft und dort nach einer Teerunde über kommunal- und bundespolitische Themen spricht.

Immer wieder sind auch Gäste als Referenten dabei. So informierte die Polizei über die Gefahren von Haustürgeschäften oder den so genannten Enkeltrick; Fachleute informierten über Rentenfragen, Pflegestufen und Patientenverfügungen; Leiter von Altenwohnanlagen gaben Auskunft, Verkehrsbetriebe sprachen mit 60plus über Mobilität im Alter – vor kurzem waren Vertreter der Nordwest-Bahn zu Gast.

Dauerbrenner von 60plus ist die Barrierefreiheit: Ob beim Einkauf im Supermarkt oder beim Gang durch den Ort, wo auf Initiative von 60plus manche Hürde wie hohe Bordsteinkanten beseitigt wurden.

Etwa 40 Senioren kommen heute zu den monatlichen Treffen ins Bürgerhaus, sagte Renate Mögling. Nicht alle seien auch SPD-Mitglied. Zu den Gästen zählen oft Ratsmitglieder, die über den Haushalt oder die Stadtentwicklung informieren. Zudem werden Stadtrundfahrten organisiert, öffentliche Einrichtungen besucht, und die Geselligkeit kommt such nicht zu kurz. Für 2020 habe man schon wieder viele Pläne.

Die Jubiläumsfeier war passender Rahmen für Ehrungen: Altbürgermeister Peter Torkler, Christa Haines und Irene Minits sowie Wolfgang Kunst wurden als Gründungsmitglieder mit Blumen und kleinen Präsenten bedacht.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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