Sande Kaum gewählt, machen Frieslands Jugendparlamentarier auf sich aufmerksam: Am Montagabend fühlten sie den Kandidaten für die Bundestagswahl auf den Zahn – und zwar professionell. Und wie sie das im Jugendzentrum Sande angingen, lässt erwarten, dass man von diesen Jugendlichen noch einiges hören wird. Von wegen „unpolitische Generation“.

Gleich nach Vorstellung der Kandidaten ging es für Hans-Werner Kammer (CDU), Siemtje Möller (SPD), Alexander von Fintel (Grüne), Hendrik Theemann (FDP) auf den „Speed Dating Grill“: An fünf Tischen stellten sie sich im kleinen Kreis für je zehn Minuten den Fragen der jugendlichen Kreispolitiker zu einem genau definierten Thema.

Und da der Kandidat der Linken nicht erschienen war, beschloss die Versammlung spontan, Andreas Tönjes von „Die PARTEI“ zuzulassen. Der war einfach so gekommen. „Das erhöht den Unterhaltungswert“, begründete von Fintel seinen Vorschlag.

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Zu „Sozial- und Bildungspolitik“, „Mobilität und Infrastruktur im ländlichen Raum“, „Umwelt“, „Jugendbilder und Partizipation“ und „Europa“ mussten die Kandidaten Rede und Antwort stehen. Und sollten sie dort ahnungslose Jugendliche erwartet haben, dann wurden sie wohl schwer enttäuscht: Gut vorbereitet und mit hohem politischen Bewusstsein verlangten die jungen Bürger den Politikern einiges ab und arbeiteten auch zielgerichtet deren Positionen heraus.

Und auch vor unkonventionellen Fragen schreckten sie nicht zurück. So fragte ein Jugendparlamentarier, wie es die Politiker denn mit der kontrollierten Freigabe von Cannabis hielten. Das sei etwas, bei dem gerade Jugendliche schnell Bekanntschaft mit der Polizei machen können und das in anderen Ländern deutlich liberaler gehandhabt wird als in Deutschland. Zu dieser Frage fielen dann die Antworten deutlich gewundener aus – dennoch wurden unterschiedliche Positionen durchaus erkennbar.

Aber wirklich alles im Griff hatten die beiden Moderatorinnen des Abends, Hanna Maria Paul und Felicia Riethmüller. Mehr als zwei Stunden lang leiteten die beiden jungen Studentinnen souverän die Veranstaltung. Da gab es kein leeres Gerede oder Überziehen der Redezeit. Nur Alexander von Fintel war manchmal zu laut. „Ich weiß, ich habe keine Chance, direkt gewählt zu werden. Ich mache das, weil ich dafür kämpfe, dass wir der jungen Generation nicht eine kaputte Welt hinterlassen“, lautete seine Begründung.

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