Keine Scheu vor Politikern: Das Jugendparlament Friesland hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auf den Zahn gefühlt. Im kleinen Kreis im Nordseehostel in Sande konnten die Jugendlichen ihre Fragen und Probleme auch an Wirtschaftsminister Olaf Lies und Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller loswerden. Die Erwachsenen mussten sich dieses Mal außen herum in den großen Kreis setzen – und schweigen.

Die Nachwuchs-Politiker des Jugendparlaments ließen Mustafa Fakhro als Moderator stellten durchaus auch brisante Fragen stellen: Schon bei der ersten Frage zur unzureichenden Ausstattung der Schulen im Bereich der Inklusion musste der Ministerpräsident einräumen, dass Deutschland insgesamt noch lange nicht da sei, wo es sein sollte. Niedersachsen habe die Zahl der Förderlehrer erheblich erhöht, um die Schulen zu entlasten, sagt er. „Andere Länder in Europa sind uns da teilweise um eine ganze Generation voraus.“

Ähnlich sehe es auch bei der Lehrerversorgung aus. Zu Beginn des Schuljahres hatte es erhebliche Unruhe gegeben, weil Lehrer aus weiterführenden Schulen an Grundschulen abgeordnet wurden. Es gebe tatsächlich eine „Delle“ in der Lehrerversorgung, sagte Weil: Planungen aus dem Jahr 2010 hätten einen Rückgang der Schülerzahlen um 25 Prozent prognostiziert – tatsächlich seien es aber nur 9 Prozent gewesen. Das Fehlen an Lehrern werde 2018 durch die Einstellung von 1000 neuen Lehrern – gegenüber 400 in diesem Jahr – ausgeglichen, kündigte Weil an.

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Olaf Lies versprach, dass auch über die kostenlose Beförderung für Oberstufenschüler so schnell wie möglich entschieden werde – wenn man denn nach der Wahl eine Mehrheit habe. Die kostenlose Schülerbeförderung ist eins der großen Themen des Jugendparlaments.

Weil interessierte sich auch für das neu eingerichtete Jugendparlament und fragte nach den Erfahrungen der Jugendlichen. Auch Persönliches kam zur Sprache: Die 13 Jahre alte Jana-Marie Klein wollte wissen, wie Stephan Weil denn dazu gekommen sei, in die Politik zu gehen. Eine gute Gelegenheit für Weil, Willy Brandt und die Ostpolitik ins Gespräch zu bringen.

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