Sande Genau ein Jahr nach seiner Eröffnung wird das Sander Kleiderbad als Ausgabestelle für gut erhaltene gebrauchte Bekleidung und Haushaltsgegenstände an Flüchtlinge wieder geschlossen: Die rückläufige Nutzung und baulich notwendige Veränderungen, die mit größeren Investitionen verbunden wären, waren für den Entschluss der Gemeinde ausschlaggebend. Das teilten Ratsfrau Angela Hoffbauer und Bürgermeister Stephan Eiklenborg bei einer Dankeschön-Veranstaltung für gut 30 Ehrenamtliche des Sander Bündnisses für Familie in der Gaststätte „Zur scharfen Ecke“ mit.

Hoffbauer erinnerte an die spontane Einrichtung des Kleiderbads im vergangenen Herbst. Aus dem Sozialausschuss war der Vorschlag gekommen. Rund 100 Meter Regale aus dem ehemaligen Schlecker-Laden am Marktplatz wurden ausgebaut und im Becken des ehemaligen Lehrschwimmbeckens der Grundschule wieder aufgestellt. Bis zu 40 Freiwillige arbeiteten mit. Beim Sortieren und Einräumen der gespendeten Dinge waren täglich zehn bis 15 Personen drei Wochen im Einsatz.

Nach einer Statistik der Gemeindeverwaltung nutzten bisher 242 Personen, nämlich 60 Frauen, 74 Männer und 108 Jugendliche und Kinder die an zwei Tagen geöffnete Ausgabestelle. Ab sofort ist sie nur noch montags von 13 bis 16 Uhr besetzt. Spenden werden nicht mehr angenommen.

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Es lagern aber noch bis zu 250 Röcke und Kleider, 30 bis 40 T-Shirts aller Größen sowie 150 T-Shirts für Frauen in der Ausgabestelle, die von einem Weg zwischen Grundschule und Pflegeheim „An der Graft“ aus erreichbar ist. Außerdem sind Jacken und Wintermäntel für Frauen und Männer vorhanden.

Sie werden auch an bedürftige Gemeindebürger gegen einen Obolus von 50 Cent bis drei Euro ausgegeben, wenn ein Berechtigungsausweis vorgewiesen wird.

Vom Erlös sind bisher Schulutensilien und Schultüten für Flüchtlingskinder bezahlt worden. Außerdem wurde eine Cäciliengrodener Familie unterstützt, deren Haus abbrannte. Geplant ist, zu Weihnachten bedürftige Einwohner mit Geschenkpaketen zu überraschen. Beim Essen dankten Hofbauer und Eiklenborg den Helfern. Fast alle hätten von Anfang an bis heute durchgehalten.

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