DANGAST Die Stadt Varel überlegt, die Kuranlage in Dangast zu verkaufen und aus dem Erlös Schulden abzubauen und in die Attraktivität des Nordseebads zu investieren (NWZ  vom 17. März). Das ist bei den Bürgern und Kommunalpolitikern nicht ohne Widerspruch geblieben. Und über diese Widersprüche und Positionen der politischen Parteien können sich Vareler und Interessierte bei einem Bürgerforum am Donnerstag, 7. Juni, im Tivoli informieren (19 Uhr), veranstaltet von Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Nordwest-Zeitung. Auf dem Podium werden Politiker der Ratsfraktionen und Vertreter der Verwaltung sein – Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, für die Fraktionen Jürgen Bruns (SPD), Hergen Eilers (CDU), Djure Meinen (Grüne/BBV), Iko Chmielewski (MMW) und Karl-Heinz Funke (Zukunft Varel). Moderiert wird die Veranstaltung von NWZ -Redaktionsleiter Hans Begerow.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Varel hat ihre Positionen deutlich gemacht: „Es besteht Handlungsbedarf, weil die Haushaltssituation der Stadt Varel ein ,Weiter so’ nicht mehr verkraftet“, sagen Matthias Brauer und Ralf Tjarks, Vorsitzende der Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Kurdirektor Johann Taddigs führte jetzt die Kommunalpolitiker durch die Kuranlage, um ihnen die veraltete Technik und – aus seiner Sicht – überdimensionierten Anlagen zu zeigen. Kurdirektor Taddigs ist es auch, der sich für die Verwertung der Anlage ausspricht. ZV-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Funke widerspricht einem Abriss, wie er bei einem Verkauf an einen Investor wahrscheinlich wäre. Die Kuranlage könne man privatisieren und einer neuen Nutzung zuführen. Ein Abriss der Gebäude sei aber keine Alternative. Als man die Kuranlage in den 80ern gebaut habe, seien Badekuren als die große Zukunft der Seebäder gehandelt worden, erinnert Funke. 1996 kam dann mit der Gesundheitsreform der Einbruch bei den offenen Badekuren und die zunehmend geringere Auslastung der Bäderabteilung.

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Positioniert hat sich die Wähleraktion Menschenmüll. Deren Fraktionsvorsitzender Iko Chmielewski deutet eine differenzierte Haltung zum Konzeptvorschlag der Kurverwaltung. Es sei gut, dass die Verwaltung die Sicherung der öffentlichen Investitionen durch eine Deicherhöhung wieder auf die Agenda gesetzt habe. „Doch dieses Problem darf nicht als Hebel benutzt werden, um nun alten Plänen neuen Glanz zu verleihen. Der Vorschlag, die Kuranlage zu verkaufen und am Strand neu zu bauen, ist nicht wirklich neu und unsere Haltung dies bezüglich hat sich auch nicht wirklich verändert. Die MMW hält es für absolut unsinnig noch mehr Verkehr bis zum Strand zu führen. Die Gäste suchen Erholung und wollen sich nicht unter Lebensgefahr über eine Straße, die den Ort durchschneidet und den Strand verpestet, stehlen müssen. Bezüglich der übrigen Ansätze – Deicherhöhung, Verkauf oder Renovierung, private Investitionen hat die MMW eigene Konzeptideen, die sie gerne während der Diskussionsveranstaltung vorstellen möchte.“

Kurdirektor Taddigs wiederum weist auf die strukturellen Mängel der Kuranlage hin – fehlende Energieeffizienz (etwa beim Kursaal), überalterte Gebäudetechnik, überdimensionierte Gebäude (alle Gebäude unterkellert). Dazu kommen bauliche Mängel, etwa Durchfeuchtung der Betonwände des noch genutzten Therapiebeckens.

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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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