Neuenburg Es ist ja nicht so, dass Wiebke Bruns in ihrem Leben nichts zu tun hat. Drei Kinder hat sie zusammen mit ihrem Mann Helmut aufgezogen, und gearbeitet hat sie auch. Trotzdem hat sie ihre Freizeit auch immer genutzt, um sich irgendwo nützlich zu machen. Für ihr Engagement hat die Gemeinde Zetel sie jetzt mit der Gemeindemedaille ausgezeichnet.

Ihr erster ehrenamtlicher Posten war der Besuchsdienst der Kirchengemeinde. Wiebke Bruns hat sich um eine Frau im St.-Martins-Heim gekümmert. Später war sie jahrelang im Hausfrauenverein aktiv, viele Jahre auch als Vorsitzende. Zehn Jahre war sie außerdem Mitglied im Rat der Gemeinde Zetel – parteilos in der CDU Fraktion. Und weil das noch nicht genug war, war Wiebke Bruns auch zehn Jahre lang als Schöffin am Amtsgericht in Varel tätig. Sie sagt über sich, sie sei keine versierte Politikerin und auch mit Gesetzestexten kenne sie sich nicht so gut aus wie die Profis. Aber eines hat sie: gesunden Menschenverstand. Und damit hat sie bei vielen Debatten wertvolle Beiträge geleistet – ob im Gemeinderat oder in den Beratungen bei Gerichtsverhandlungen.

Als ihre Zeit als Schöffin vorbei war, hat sich Wiebke Bruns aber nicht zur Ruhe gesetzt. „Dann habe ich mir selbst was gesucht“, sagt sie. Bei der Brass-Akademie war sie zum Beispiel jahrelang im Hauswirtschaftsteam, das die Teilnehmer versorgt hat. Außerdem strickt sie jetzt in der Gruppe „Stricken mit Herz“, gerade arbeitet sie an einer warmen Decke für Obdachlose.

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Prägend war für sie ein Erlebnis beim Bergwandern auf den Kanarischen Inseln. Dort hat sie einen Wanderer gesehen, der immer eine Plastiktüte mit sich herumtrug und darin den Müll einsammelte, der in der Natur lag. „Da dachte ich mir: Es gibt so viel zu tun“, sagt Wiebke Bruns. Und als sie aus dem Urlaub wieder nach Hause kam, hat sie angefangen, in der Friesischen Wehde Unrat zu sammeln, säckeweise. Das macht sie bis heute. „Ich habe auch versucht, eine Gruppe von Müllsammlern zu etablieren, aber das ist mir nicht gelungen. Deswegen mache ich alleine weiter. Ich kann’s eben einfach nicht lassen.“

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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