WANGEROOGE Gute Nachrichten für Wangerooge: Wie N-Ports am Freitag auf Anfrage der NWZ mitteilte, wird der Saugbagger „Seekrabbe“ spätestens Mitte Mai beginnen, den Wangerooger Hafen auszubaggern. Da das Schiff dann ohnehin vor Ort ist, sollen auch gleich die Untiefen in der Fahrrinne beseitigt werden – obwohl dafür das Wasser- und Schiffahrtsamt und damit der Bund zuständig ist.

Wie berichtet, versanden Fahrwasser und Hafen zunehmend und behindern den reibungslosen Schiffsverkehr. Obwohl die Gemeinde Wangerooge die zuständigen Behörden N-Ports und WSA in den vergangenen Wochen mehrfach auf das Problem aufmerksam gemacht hatte, hatte N-Ports angekündigt, erstmal nicht zu baggern. Der Grund: Die Behörden sind sich nicht einig, wer an welcher Stelle baggern und vor allem am Ende die Baggerung bezahlen muss.

„Für das Land Niedersachsen sind die Zuständigkeiten klar geregelt: N-Ports ist für den Hafen zuständig, WSA für das Fahrwasser“, betonte am Freitag Christian Budde, Sprecher des auch für die Häfen zuständigen niedersächsischen Wirtschaftsministeriums. Dass es dennoch zum Konflikt gekommen ist, sei „sehr ärgerlich“. „Wir als Land können da jedoch nur vermitteln und beraten“, sagte Budde. Er wertete den Vorschlag von N-Ports, die Baggerarbeiten komplett ausführen zu lassen, als „einfaches, unbürokratisches Angebot“. „Klar ist aber, dass das WSA zahlen muss“, sagte er.

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„Das ist eine absurde Situation“, kommentierte Frieslands Landtagsabgeordneter Olaf Lies (SPD), zugleich hafenpolitischer Sprecher seiner Fraktion: „Im vergangenen Jahr waren sich alle noch einig, dass eine tideunabhängige Erreichbarkeit Wangerooges in Angriff genommen werden soll – nun ist plötzlich die ganz normale Unterhaltung von Hafen und Fahrwasser in Frage gestellt“, sagte er gegenüber der NWZ.

Die Folgen des Zuständigkeitsstreits schadeten nicht nur Wangerooge, sondern beträfen auch die Tourismusförderung in Friesland. „Bedenkt man die Probleme im Hafen Hooksiel, stellt sich die Frage, ob der Hafen- und Fahrwasser-Unterhalt mit der Verteilung auf mehrere Schultern überhaupt richtig aufgestellt ist“, so Lies.

Er kündigte an, dass sich der SPD-Hafenkreis in seiner Sitzung nächste Woche in Wilhelmshaven mit dem Problem befassen wird, um es in den Hafenausschuss des Landtags einzubringen. „Es ist im Interesse des gesamten Küstenbereichs, dass die Häfen reibungslosen Schiffsverkehr möglich machen“, sagte Lies.

Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
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