JEVER „Stadt Schortens Landkreis Friesland – 4824 km.“ Ein gelbes Ortsschild mit dieser Aufschrift, aufgehängt an einer gegen Beschuss befestigten Wand, macht mehr als Worte deutlich, wie deutsche Soldaten fühlen, wenn sie Dienst in Afghanistan leisten.

Mit Fotos über das tägliche Leben im Camp Marmal eröffnete Oberstleutnant Marcus Buß seinen Vortrag über den Einsatz der Objektschützer in Afghanistan zwischen August 2009 und Januar 2010 (die NWZ  berichtete).

Vordergründig geht es den Soldaten gut. Die Unterkünfte sind zwar eng, entsprechen aber durchaus europäischem Standard. Sanitäre Einrichtungen, Fitnessräume, Einkaufsmöglichkeiten und eine gute Verpflegung verstärken den Eindruck. Auch ein kurzer Film über eine Patrouillenfahrt zeigt zunächst interessante Eindrücke einer belebten Straße außerhalb des Lagers – bis plötzlich eine Explosion an der Spitze des Konvois das Bild völlig verändert und auch jedem Zuschauer klar macht, wie der Krieg dort aussieht.

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Diese fast unkalkulierbare Bedrohung bestimmt in fast allen Situationen den Dienst der Soldaten des Objektschutzregiments in Camp Marmal, betonte Buß. Zu den Aufgaben der Objektschützer gehören die Absicherung des gesamten Lagers und die Überwachung des Flugverkehrs, aber auch Patrouillen in die Umgebung des Lagers. Eine so genannte „Blue Box“, ein Einsatzbereich von mehr als acht Kilometern rund um das Lager, wird von den Soldaten regelmäßig kontrolliert. Darüber hinaus bewachen die Objektschützer sämtliche Ein- und Ausgänge des Lagers, sind für Munitionsbeseitigung und Brandschutz zuständig.

Eine ganz besonders wichtige Rolle spielen für die Objektschützer, so Marcus Buß, die persönlichen Kontakte zur Bevölkerung der Umgebung: Sie schaffen eine Atmosphäre des Vertrauens und helfen, Gefahren früh zu erkennen und zu vermeiden.

Besonders bedankten sich Marcus Buß und Regimentskommandeur Oberst Karl– Heinz Kubiak für die vielen Spenden und Aufmerksamkeiten aus der Bevölkerung in Friesland sowohl für die Soldaten – etwa zu Weihnachten – als auch für deren Hilfsprojekte. So habe man Schulen bauen, Spielzeug verteilen und sogar Baumaterial für eine Moschee bereitstellen können.

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