DANGAST Die Mehrheitsgruppe im Rat aus SPD, CDU und FDP bleibt dabei: Der Rat soll im Grundsatz das Sanierungskonzept für die Kurverwaltung beschließen, das auch einen Verkauf der Kuranlage beinhaltet. Bürger sollen über einen Arbeitskreis – wie bei der Famila-Erweiterung, wo Kaufleute der Innenstadt in einen ähnlichen Arbeitskreis beteiligt waren – in die Entscheidung mit eingebunden werden. Dieser Beschluss sei notwendig, um dem Bürgermeister und dem Kurdirektor ein Mandat für Verhandlungen mit potenziellen Investoren zu erteilen, sagten die Gruppensprecher Jürgen Bruns (SPD) und Hergen Eilers (CDU) nach der Sitzung des Verwaltungsausschusses und vor der Ratssitzung am Donnerstag, 28. Juni.

„Es ist nicht der Fall, dass das Konzept genau so umgesetzt wird, wie es formuliert ist“, betonte Eilers. Es gehe jetzt darum, die Umsetzbarkeit des ganzen Konzepts erst einmal zu prüfen. „Wenn es eine bessere Lösung gibt, sind wir dafür offen“, bekräftigte Eilers.

Das Konzept, das Kurdirektor Johann Taddigs im Betriebsausschuss Kurverwaltung Dangast vorgestellt hatte (die NWZ  berichtete), sieht den Verkauf der Kuranlage und die Verwertung des Grundstücks zur Bebauung mit Hotel und Ferienwohnungen vor. Der Erlös soll investiert werden in die Attraktivität des Quellbads (Saunalandschaft), die Deichsicherheit (in Verbindung mit einer Seepromenade) und ein Welterbeportal (Weltnaturerbe Wattenmeer). Eilers machte aber auch klar, dass die Mehrheitsgruppe bereit sei, das Konzept zu realisieren, „wenn es sich umsetzen lässt“. Dangast brauche eine Perspektive, „wir sind nicht investitionsfähig, und der Ort braucht Investitionen“.

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Von einer bürgerverachtenden Arroganz spricht Leo Klubescheidt, Sprecher der Bürgerinitiative Dangast zur Rettung der Kuranlage und des Kurparks. Er sehe die Gefahr einer Schuldenfalle für die Stadt Varel, weil die Projekte, die mit dem Erlös aus dem Verkauf der Kuranlage finanziert werden sollen, viel teurer kämen als im Konzept genannt. „Man sollte von vorneherein davon Abstand nehmen“, sagte Klubescheidt. Die Bürgerinitiative wolle Alternativen zum Verkauf der Kuranlage erarbeiten. Er sei sicher, „das Defizit kann auch anders gedeckt werden.“ Die Nachricht über das Ergebnis der Verwaltungsausschuss-Sitzung und den gefassten Grundsatzbeschluss habe die Wut bei den Dangastern wachsen lassen, sagte Klube­scheidt. Er kündigte Aktionen bis zur Ratssitzung an. Dort wolle man auch die Position der Bürgerinitiative Dangast deutlich machen.

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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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