Varel Die Plattdeutschbeauftragten der Landkreise Wesermarsch und Friesland, Hans Meinen, Hermann Wilken, Wolfgang Busch und der Plattdeutschbeauftragte im Bundesrat Heinrich Siefer hatten jetzt Politiker des Niedersächsischen Landtages und des Bundestages zu einem Gespräch in Varel eingeladen.

Für ihre tägliche Arbeit zur Förderung und zum Erhalt des Niederdeutschen nutzen sie ein gut funktionierendes Netzwerk: das Institut für Niederdeutsche Sprache (INS) in Bremen. Doch nun ist die Zukunft des INS in Frage gestellt, denn ausgerechnet die norddeutschen Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wollen dem INS den Geldhahn zudrehen.

Sie begründen dies mit einer nicht zufriedenstellenden Zusammenarbeit mit dem Institut, das jährlich mit 272 000 Euro am Leben erhalten wird. Das können die Versammlungsteilnehmer nicht nachvollziehen. Wolfgang Busch sagte: „Wir sind mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden.“ „Das Institut muss erhalten bleiben, um diese Sprache zu retten“, fordert Hans Meinen. Dr. Stephan Siemer vom Niedersächsischen Landtag sagte, dass eine länderübergreifende Lösung her müsse.

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Hans-Joachim Janssen, ebenfalls Mitglied des Landtags, wies darauf hin, dass es nicht um die Bereitschaft zur finanziellen Förderung der Sprache gehe, sondern um inhaltliche Themen der Zusammenarbeit. In letzter Zeit habe sich das INS weniger mit seinen eigentlichen Zielen und mehr mit sich selbst beschäftigt. Dabei ging es um die Gestaltung von Mitarbeiterverträgen, Verstöße gegen das Besserstellungsverbot und um eine Satzungsänderung, die negative Auswirkungen für die Geberländer hatte.

Das INS kooperiert mit Schulen, Kindergärten, Autoren, Pastoren, Musikern, Medien- und Theaterleuten sowie mit Vereinen und Verbänden. Das Institut sammelt alles, was auf und über Platt herausgegeben wird, sowie über die Regionen, in denen die Sprache gesprochen wird.

Jeder hat die Möglichkeit, die Bibliothek des INS zum Stöbern und zum Recherchieren zu nutzen. Das INS initiiert und begleitet laufend Projekte, der Fokus liegt auf der Entwicklung aktueller Angebote, so dass die Sprache auch künftig zum Leben der Menschen hier gehört.

Die Versammlungsteilnehmer betonen parteiübergreifend, dass eine Verlust dieser zentralen Schaltstelle die Arbeit vor Ort wesentlich erschweren würde. Sie werden einen Brief an die Verantwortlichen schreiben, mit der Bitte möglichst schnell ein Konzept vorzulegen, wie es weitergehen soll.

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