Varel In einem sind sich alle einig: Varel benötigt mehr Kindergarten- und Krippenplätze. Und das möglichst schnell. Doch die Kosten drücken – bei allem Tempo, das bei diesem Thema vorgelegt wird – auf die Bremse. „Wer finanziert das?“, fragte Hergen Eilers (CDU) während der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familien und Soziales am Dienstagabend.

Eigentlich sollten die Politiker in einem Beschlussvorschlag an den Rat über den Bau einer weiteren Kindertagesstätte in städtischer Trägerschaft abstimmen. Die Kosten bezifferte die Verwaltung auf 2,5 Millionen Euro, die Folgefinanzierung pro Jahr auf 335 000 Euro. Die Mittel sollen in den Haushalt 2017 und 2018 eingestellt werden.

Doch zu einem Votum kam es nicht. Nach intensiver Diskussion wurde das Thema einvernehmlich zur Beratung in die Fraktionen zurückgegeben. Der Grund: „Wir wissen zwar, dass dieses Jahr ein Entschluss fallen muss, sollten das Gesamtkonzept aber noch einmal überarbeiten“, forderte Jürgen Bruns (SPD).

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Der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Stadtrat warf noch einige Fragen auf, die vor dem Beschluss beantwortet werden müssten: „Müssen wir uns langfristig auf mehr Kinder einstellen, oder ist der aktuelle Bedarf ein Einmaleffekt?“ Zudem müsse geklärt werden, ob die neue Kita an einem eigenen Standort errichtet werden soll, oder an eine der Grundschulen angebaut wird.

Ebenfalls ungeklärt ist der Standort. Während die Verwaltung die ehemalige Friesland-Kaserne in den Blick genommen hat, schlug der SPD-Ortsverein Büppel, wie berichtet, die Ansiedlung in Büppel vor. Die Wähleraktion Menschenmüll (MMW) beantragte die Errichtung eines Waldkindergartens. Norbert Ahlers schlug in der Einwohnerfragestunde vor, diesen mit dem Waldklassenkonzept der Agenda 21 zu verknüpfen.

Auch ob es eine Förderung gibt, steht noch nicht fest. „Das Land hat mir mitgeteilt, dass die Mittel ausgeschöpft sind und es fraglich sei, ob neue bereitgestellt werden“, sagte Wilfried Alberts, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales. „Solange das nicht geklärt ist, sollten wir warten“, meinte auch Rudi Böcker (BBV).

Fest steht indes, dass im katholischen Kindergarten „St. Bonifatius“ in Varel zum 1. August eine weitere Nachmittagsgruppe im Kindergartenbereich eingerichtet wird, die fast ausschließlich von Flüchtlingskindern besucht wird. Unter den 500 Flüchtlingen in Varel befinden sich 35 bis 40 Kinder, von denen bisher nur sehr wenige einen Platz erhalten haben.

Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.) / Redakteur
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