ZETEL Sechs Parteien und Wählergruppen statt bislang vier werden künftig im Zeteler Gemeinderat vertreten sein. Die SPD verliert zwei Sitze.

Von Traute Börjes-Meinardus ZETEL - „Wir sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden.“ Enttäuscht vom Ausgang der Kommunalwahl zeigte sich Bernd Pauluschke (SPD). Dabei ist es weniger der Stimmverlust von 0,6 Prozent gegenüber der Kommunalwahl 2001, der die Sozialdemokraten schmerzt, sondern vielmehr die Tatsache, dass die SPD beim Zählverfahren Hare-Niemeyer schlecht wegkommt. Anders als bei den vorigen beiden Kommunalwahlen wurde die Zahl der Sitze nicht nach dem D’Hondt-Sitzzuteilungsverfahren, sondern nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren ermittelt. „Nach D’Hondt hätten wir zwei Sitze mehr“, sagt Pauluschke, „das müssen wir erst mal sacken lassen und dann eine stabile Gruppe hinbekommen.“ Von Hare-Niemeyer profitieren UWG und BfB, die einen Sitz mehr erhalten bzw. mit einem Sitz in den Rat kommen.

Mehr erhofft hätte sich auch SPD-Vorsitzender Eckhard Lammers: „Wir hatten 14 oder 15 Sitze angepeilt“, sagt er. Erfreut ist er darüber, dass mit Anita Dierks eine weitere Frau und mit Christian Keller und Simon Feyen zwei Jusos in den Rat gekommen sind.

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Nicht zufrieden mit dem Ausgang der Wahl ist auch UWG-Fraktionsvorsitzender Heiner Haesihus, auch wenn die Zahl von drei Sitzen gehalten werden konnte. „Wir hätten gerne vier Sitze gehabt.“ Jetzt werde die UWG ihre „konstruktive Oppositionspolitik“ fortsetzen nach dem Motto „Nicht verhindern, sondern unterstützen, was gut ist“. Dabei werde die Wählergemeinschaft „unabhängig bleiben und sich nicht an eine Partei anhängen“.

Positiv wertet CDU-Ortsverbandsvorsitzender Tim Kammer den Ausgang der Kommunalwahl. „Wir haben 3,6 Prozent hinzugewonnen und konnten die Zahl von neun Sitzen halten“, freut er sich, „auch im Hinblick darauf, dass die SPD nicht mehr die absolute Mehrheit hat“. Froh ist die CDU auch über das gute Abschneiden von Hans-Werner Kammer und Elisabeth Onken. Beide Mitglieder des CDU-Gemeindeverbandes Zetel wurden in den Kreistag gewählt.

Froh, wieder im Zeteler Rat vertreten zu sein, ist auch Gisela Grützner, Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Friesische Wehde. In der vergangenen Legislaturperiode war sie nicht im Rat, davor zehn Jahre in der Mehrheitsgruppe mit der SPD. An diese Arbeit will Gisela Grützner anknüpfen und einen Schwerpunkt in den Bereichen Jugend, Sport, Kultur setzen.

„Von den Wählern den Auftrag zum Mitregieren bekommen zu haben“, freut auch Wilhelm Wilken (Bündnis 90/Die Grünen). „Das Ergebnis gibt uns frischen Wind“, sagt er. Noch keine klaren Vorstellungen von der Ratsarbeit hat Birgit Wascher (BfB). „Ich werde erst einmal reinschnuppern und alles auf mich zukommen lassen“, sagt sie.

1746 Stimmen für Bernd Pauluschke

Das beste Ergebnis bei der Gemeinderatswahl erzielte Bernd Pauluschke (SPD) mit 1746 Stimmen, gefolgt von Anke Thaden (CDU), die zum ersten Mal kandidierte und auf 978 Stimmen kam.

SPD: Hans Bitter, Klaus Borchers, Anita Dierks, Simon Feyen, Fred Gburreck, Christian Keller, Eckhard Lammers, Ingo Logemann, Heinrich Meyer, Wolfgang Neumann, Bernd Pauluschke, Angela Röbke, Fritz Schimmelpenning.

CDU: Heike Ahlborn, Frank Ahlrichs, Bernd Fahrenhorst, Walter Genske, Tim Kammer, Ulf Lange, Jörg Mondorf, Jürn Müller, Anke Thaden.

FDP: Gisela Grützner.

Grüne: Wilhelm Wilken.

UWG: Heiner Haesihus, Heiner Juilfs, Hans-Jürgen Tebben.

BfB: Birgit Wascher.

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