Betrifft: Leserbrief von Peter Richter, „Jungwähler haben sich von Demos blenden lassen“, „Der Gemeinnützige“ vom 29. Mai

Ich glaube im Gegensatz zu Herrn Richter in seinem Leserbrief nicht, dass irgendwer das Recht hat Personengruppen für ihr Wahlverhalten zu kritisieren und ihnen oberlehrerhaft die politische Welt erklären zu wollen. Wir sollten dankbar sein, dass Jugendliche sich endlich einbringen, und nicht der Aussage Herrn Lindners und der FDP folgen und das „den Profis überlassen“.

Viele Kinder und Jugendliche haben Existenzängste, die größte Angst die Menschen haben können. Das sollten die Profis, die unsere Welt erst in diesen Zustand versetzt haben, ernst nehmen und das was noch zu retten ist, versuchen zu retten.

Wie und von wem sich Wählergruppen verleiten lassen liegt doch in dem Vorbild der Erwachsenen. In Bockhorn langten jüngst Marmeladenbrote und völlig unrealistische Wahlversprechen um Bürgermeister zu werden. Das müssen wir in einer Demokratie akzeptieren.

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Ich finde es wirklich gut, dass Jugendliche sich jetzt auf den Weg zur Wahl gemacht haben. Nehmt sie ernst und versteht ihre Ängste. Ich will keine Sonntagsreden der Politiker mit dem Satz „Die Jugend ist unsere Zukunft“. Damit versuchte man bisher die Wahlstimmen der Eltern zu bekommen, da Jugendliche eh nicht zur Wahl gehen. Jetzt müssen die Parteien direkt um die Stimmen der Jungwähler kämpfen. Das ist der Erfolg der heutigen Jungwähler.

Wir sollten nicht gucken und kritisieren wie sie uns etwas sagen, sondern ernst nehmen was sie uns sagen.

Rolf Scherer Bockhorn

Sehr geehrter Herr Richter! Ihr Leserbrief ist ein Zeichen überheblicher Arroganz den jungen Wählern gegenüber! Sie schreiben, die „jungen Wähler haben noch viel zu lernen“ …weil sie Grün gewählt haben. Das ist unverschämt und von oben herab. Ich bin seit 40 Jahren Grünwählerin und viele andere auch… alle nur verblendet?

Ich freue mich über die jugendlichen Aufrüttler von „Fridays for future“ und bin froh über politisches Engagement. Übrigens bieten die Grünen viel mehr als das Thema Klimaschutz – wie alt müssen Sie wohl noch werden, Herr Richter, um das zu erkennen? Und selbst wenn Sie diese Sichtweise nicht teilen, sollten sie sich bei den jungen Wählern entschuldigen. Ich tue es schon mal stellvertretend mit dem Zuspruch an die jungen Leute: Weiter so!

Heike Kickler Varel

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