Jever Wasser zum Matschen, den Wald zum Spielen, Kletterwand und Barfußpfad, ein Grillplatz, ein Trimm-Pfad mit Geräten für jedes Alter, Seilbahn und viele Möglichkeiten zum Balancieren, Klettern und Toben: Viele Vorschläge sind am Dienstagabend beim Workshop „Mehrgenerationen-Spielplatz“ im Jugendhaus Jever zusammengekommen.

Mehrgenerationen-Spielplatz

Die Idee zum Mehrgenerationen-Spielplatz stammt aus der Spielleitplanung: Jever hat viele Spielplätze, die sich sehr ähneln und für kleine Kinder ausgelegt sind, doch es gibt kein Angebot für alle Generationen.

Jevers Stadtrat hat für die Anlage eines Mehrgenerationen-Spielplatzes bereits Geld bereitgestellt: 197 000 Euro sind im Masterplan für diesen Platz und die Aufwertung der Wallanlagen eingeplant.

Bei der beplanbaren Fläche handelt es sich um ein 3850 Quadratmeter großes Grundstück im Freizeitgelände; es liegt nördlich der Jugendherberge und links vom Skaterplatz. Die Fläche ist eine zugewachsene Brache und gehört der Stadt.

Die im Workshop gesammelten Ideen werden nun vom beauftragten Fachbüro zu einem Gestaltungsentwurf zusammengestellt. Der Entwurf geht zunächst an den städtischen Arbeitskreis Spielplätze, danach in den Fachausschuss, der das Konzept beschließen muss. Das soll im Frühjahr 2019 geschehen sein, so dass noch im kommenden Jahr der Bau des Mehrgenerationen-Spielplatzes beginnen könnte.

Rund 40 Jeveraner von jung bis alt brachten auf Einladung von Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers ihre Ideen ein. „Aber das Leben ist kein Wunschkonzert: ich kann nicht garantieren, dass eins zu eins umgesetzt wird, was heute im Workshop erarbeitet wird“, betonte er. Allerdings: „Der Rat hat seine Bereitschaft erklärt, einen Mehrgenerationen-Spielplatz zu finanzieren – wir können ordentlich was auf die Straße bringen.“ Mit der Entwurfsplanung hat die Stadt das Oldenburger Planungsbüro Jens Gerdes beauftragt.

Wie sich zeigte, gehen die Vorstellungen weit auseinander – man darf gespannt sein, was die Spielplatzplaner umsetzen können: Jugendpfleger Detlef Berger trug vor, welche Idee Jugendpflege und Kinderkultur vorschwebt: Ihnen geht es darum, Kindern und Jugendlichen Freiräume zu bieten – „Räume, die nicht beregelt sind“. Denn heute können Kinder kaum noch einfach lostigern, um etwas zu erleben, ohne dass ihnen vorgegeben wird, was.

Das Motto der Jugendpflege lautet „wilder Ort“: „Nicht so viel in Spielgeräte investieren, sondern das Gelände so belassen, dass die Kinder selbst etwas damit machen können“, so Berger: Die Brache könnte Brache bleiben, wo Hütten und Verstecke gebaut und die Bäume zum Klettern genutzt werden können.

Genau das Gegenteil schwebt dem Kreissportbund vor: Wie Vorsitzender Kai Langer vorstellte, denkt man dort an den Bau eines Bewegungsparcours für Ältere, der auch von Kindern genutzt werden kann – „eine Outdooranlage mit Geräten zum Trainieren“. So etwas gibt es im Kleinen bereits im Garten der Generationen in Hooksiel.

Barrierefreie Erreichbarkeit auch mit dem Auto, Nutzbarkeit auch für Rollstuhlfahrer, eine Toilettenanlage, Ruhezonen mit Sitzbänken, Aufsicht – das gaben die älteren Workshop-Teilnehmer, darunter Vertreter des Seniorenbeirats den Planern mit auf den Weg.

Die Jüngeren – darunter zwei Mädchen der Elisa-Kauffeld-Oberschule – wünschen sich Boden-Trampoline, einen Teich, Holzstämme zum Sitzen und Baumhäuser.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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