Jever Die Freude stand Gunda Burmann ins Gesicht geschrieben: „Ich bin sehr erleichtert“, sagte die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Cleverns, als Jevers Stadtrat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit seine Bereitschaft erklärt hatte, den Dorftreff Cleverns finanziell zu unterstützen. Zwei Nein-Stimmen kamen von Wilfried Wolken (SPD) und Almuth Thomßen (Grüne).

Als die Entscheidung gefallen war, brandete Applaus auf von den Clevernsern, die in die Ratssitzung gekommen waren. Seit 2013 bemüht sich die Dorfgemeinschaft darum, wieder einen Treffpunkt im Ort zu etablieren. Im ersten Anlauf war die Dorfgemeinschaft gescheitert: Der Rat hatte den Kauf des Hayen-Hauses abgelehnt. „Das ist oft schon etwas zäh, und das strengt an“, sagte Gunda Burmann.

Auch Bürgermeister Jan Edo Albers freute sich über „die positive Rückmeldung aus dem Rat“: „Ein Kompliment an die Dorfgemeinschaft, dass Sie trotz der Rückschläge weitergemacht haben.“ Er lobte auch Kämmerer Dietmar Rüstmann, der „mit Herzblut“ daran gearbeitet habe.

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60 333 Euro von Stadt

Der Rat hat nun beschlossen, dass die Stadt ein Drittel der förderfähigen Kosten, rund 60 333 Euro, für Ausbau und Sanierung des ehemaligen Dorfkrugs übernimmt. Die Kostenschätzung der Dorfgemeinschaft beläuft sich auf 191 000 €Euro, davon können laut Stadtverwaltung 181 000 Euro als förderfähig im Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ anerkannt werden.

Nun kann die Bewerbung um Aufnahme in das Städtebau-Förderprogramm auf den Weg gebracht werden. „Ich glaube, das Konzept der Dorfgemeinschaft ist gut – nun heißt es Daumen drücken“, sagte Albers. Geplant sind unter anderem die Erneuerung der Toilettenanlage und die Sanierung des Fußbodens, außerdem neue Fenster. Auch der Außenbereich soll umgestaltet werden: Spielplatz, Apfelgarten und Dorftreff sollen als Ensemble zusammengefasst werden.

„Leider ist die Scheune nicht mit im Konzept“, bedauerte Udo Albers (SWG): „Daraus hätte man viel machen können.“ Dieter Janßen (SPD) erinnerte daran, dass die SPD einen Dorftreff für Cleverns schon seit 2013 immer unterstützt habe. Er bemängelte die „Verzögerungstaktik“ anderer Ratsparteien.

Rainer Dabitsch (CDU) konterte, dass das Hayen-Haus – das war zuerst als künftiger Dorftreff in Betracht gezogen worden – die Stadt einfach viel zu teuer gekommen wäre. „Es wird Zeit, dass endlich was passiert“, sagte Hanspeter Waculik (FDP).

„Kosten deckeln“

Olaf Harjes (Grüne) wies darauf hin, dass die Stadt aufpassen müsse, dass es tatsächlich bei den 60 333 Euro Kofinanzierung bleibt. „Und es muss darauf geachtet werden, dass sich der Dorftreff nicht zur privaten Feier-Gelegenheit entwickelt“, sagte er.

Offenbar gibt es zurzeit vermehrt Befürchtungen von jeverschen Gastronomen, dass sich in den Dorfgemeinschaftshäusern Schwarz-Gastronomie entwickeln könnte und ihnen Einnahmen verloren gehen. Das hat die Dorfgemeinschaft Moorwarfen bei ihrem Public Viewing zur WM schon zu spüren bekommen.

Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
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