Jever Es gibt viel zu tun und zu planen, bevor die Stadt Jever auf dem ehemaligen Sportplatz Schützenhof/ Gotteskammer ein „ökologisches Baugebiet“ verwirklichen kann. Gut eine Stunde berieten die Mitglieder des Bau-Ausschusses die Anregungen aus der Bürgerbeteiligung am 8. September mit knapp 20 Teilnehmern – Ratsleute nicht mitgezählt.

Bauamtsleiter Dietmar Rüstmann nannte folgende Anregungen:  Dach- bzw. Fassadenbegrünung.  reiner Anliegerverkehr und verkehrsberuhigter Bereich (Spielstraße)  Bau eines zentralen Parkplatzes für das Wohngebiet  Regenwassernutzung durch Zisternen  Festschreibung des Baumaterials – sie sollen „nachwachsend“ sein.  Energieversorgung ohne fossile Energieträger: Passivhausstandard und Solarenergie

Bürgermeister Jan Edo Albers sieht das ökologische Baugebiet als Beitrag zum verantwortungsvollen Bauen im Zeichen des Klimawandels. Es gelte nun, mit einem guten Planungsbüro einen realisierbaren Vorschlag zu machen, denn nicht alle Wünsche und Forderungen sind umsetzbar, sagte er: „Wir müssen bedenken, dass mit dem angestrebten Verkaufserlös bereits der Fußballplatz an der Wittmunder Straße gebaut wurde“, rief Albers in Erinnerung.

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Heißt: Wenn Öko-Auflagen so hoch sind, dass kaum ein Bauwilliger es sich leisten kann und deshalb die Grundstücke nicht verkauft werden, hilft das keinem. Albers kündigte an, dass in drei Wochen ein erster Entwurf zum neuen Baugebiet vorgelegt wird.

Es gibt einige Skepsis im Rat, ob Nachhaltigkeit und der Bau etwa von Minihäuschen – Tiny Houses – mit dem Vorhaben, Wohnraum bezahlbar zu machen, in Einklang zu bringen sind. So mahnte Gerhard Werber (FDP), in der augenblicklichen sozialen Lage den Fokus nicht nur auf „grünes Bauen“ zu richten. SWG-Ratsmitglied Udo Albers fragte „wer will da überhaupt hinziehen, finden wir das Klientel dafür?“ Bettina Montigny regte für die SPD an, im Konzept des Neubaugebiets das Zusammenleben von Alt und Jung aufzunehmen. Wilfried Wolken (SPD) stellte fest, dass man von einer Realisierung des Projekts planerisch noch sehr weit entfernt sei.

So ist noch offen, wie denn das Neubaugebiet auf dem ehemaligen Sportplatz überhaupt an die Schützenhofstraße angebunden wird – das Sträßchen Am Sportplatz ist nämlich sehr schmal.

Für die CDU sei wichtig, so Dr. Harry Funk, die „grüne Idee“ ohne Dogmatismus und Ideologie umzusetzen. Sollte das nicht klappen, könne das Vorhaben aufgegeben werden, „denn wir leben in einer Zeit, wo viele Menschen sich kaum bezahlbaren Wohnraum leisten können“.

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