Jever Die FDP Friesland hatte ihn als erstes nominiert, mit den Grünen laufen noch Gespräche. „Ich hoffe auf eine Dreierkiste“, sagte Sven Ambrosy bei der Wahlkreisdelegiertenkonferenz am Freitagabend im Lokschuppen Jever: Die 54 SPD-Delegierten aus Frieslands Gemeinde- und Stadtvereinen nominierten ihn mit 100 Prozent Ja-Stimmen als ihren Kandidaten für die Landratswahl am 26. Mai. Ambrosy ist bisher der einzige Kandidat für die Wahl.

„Ich will weiter den schönsten Landkreis überhaupt leiten“, betonte Ambrosy in seiner Vorstellungsrede: „Das ist kein einfacher Job, aber der schönste.“

Delegiertenkonferenz

54 Delegierte hatten die SPD-Stadt- und Gemeindevereine Frieslands zur Wahlkreisdelegiertenkonferenz entsandt. Das Wahlergebnis: 54 Ja-Stimmen für Sven Ambrosy als Landrats-Kandidat.

Er nutzte seine zehn Minuten zur Vorstellung gut: Knapp 50 Minuten lang ließ Ambrosy die Entwicklung des Landkreises Friesland seit 2003, als er zum ersten Mal zum Landrat gewählt wurde, Revue passieren: gesunkene Arbeitslosenquote und gestiegene sozialversicherungspflichtige Jobs, Senkung der Schulabbrecherquote und Investitionen in die Schulgebäude, Entwicklung des TCN, des Jade-Weser-Parks und des Technologiezentrums Varel, die Fusion der Krankenhäuser, den Umweltschutz und den Deichbau und den geplanten Breitbandausbau – all das streifte er.

Forderung an die DB und Nordwest-Bahn

Die Nordwest-Bahn muss wieder verlässlich werden, forderte Landrat Sven Ambrosy mit Blick auf die dauernden Zugausfälle: „Das geht so nicht weiter. Wir brauchen die Bahn“, sagte er.

Ein Trauerspiel nannte er, dass sich die Elektrifizierung der Strecke Wilhelmshaven-Oldenburg durch die DB Netz bis voraussichtlich 2024 hinziehen wird. „Danach müssen Friesland und Wilhelmshaven wieder an den Fernverkehr angebunden werden“, forderte Ambrosy.

Zuvor hatte Ambrosy, der zu seiner Kür neben Frau und Sohn auch seine Schwiegereltern mitgebracht hatte, viel Lob von den Landtags- und Bundestagsabgeordneten Frieslands, Wilhelmshavens und Wittmunds gehört.

Er sei ein besonderer Mensch und Politiker, „leidenschaftlich in der Sache, scharf in der Analyse und streitbar“, sagte Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller. Jochen Beekhuis, Landtagsabgeordneter Wittmunds, nannte es richtig und wichtig, dass die Region dank Ambrosy geschlossen in Hannover auftrete.

Und Wilhelmshavens Landtagsabgeordneter Holger Ansmann nannte ihn einen Glücksfall für die ganze Region. Minister Olaf Lies sagte, Ambrosy sei der Motor für regionale Entwicklung, der auch den Mut zu Weitblick habe.

Und Sigmar Gabriel, ehemaliger SPD-Vorsitzender und Außenminister und heute Bundestagsabgeordneter, berichtete, er habe Ambrosy vor vielen Jahren dringend geraten, nicht nach Berlin zu gehen. „Weil er so verbunden ist mit Friesland.“

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.