Jever Wo soll er hin, der Neubau der Kreisverwaltung? Sechs Standorte hat der Landkreis Friesland betrachtet – in Frage kommen nach Ansicht der Verwaltung jedoch nur ein Anbau am Standort Am Bullhamm – Straßenverkehrsamt – oder am Kreisamt in Jever. Möglich wäre auch ein jeweils kleinerer Anbau an beiden Gebäuden.

Geprüfte Standorte

Diese Standorte wurden betrachtet:
 1. Neubau am Dienstleistungszentrum Varel
 2. Ehemalige Schule in Roffhausen
 3. Abriss des ehemaligen Gesundheitsamts in Jever und Neubau
 4. Neubau am Philosophenweg in Jever
 5. Neubau/Erweiterung Kreisamt Lindenallee in Jever mit Bau eines Parkhauses Blaue Straße/Schulstraße
 6. Neubau an der Außenstelle „Bullhamm“ in Jever

Weil für die Standorte 1 bis 4 gilt: teilweise schwächen sie den Verwaltungsstandort Jever, teilweise Beschlüssen des Kreistags widersprechen, kein Baurecht besteht oder der Betrieb teurer wird, sollen nur Standort 5 und 6 betrachtet werden.

Im Kreis-Bauausschuss am Donnerstag in Varel stimmten die Mitglieder für die Weiterplanung in Jever.

Hintergrund ist, dass der Landkreis zwar vor eindreiviertel Jahren erst seinen 6,2-Millionen-Euro-Verwaltungsneubau am Schlosserplatz Jever bezogen hat – dort sind Sozialamt, Ordnungsamt und Gesundheitsamt mit insgesamt gut 80 Mitarbeitern untergebracht. Doch im Kreisamt Lindenallee fehlt es an Büros und Besprechungsräumen, an Tagungs- und Sitzungsräumen und an Lagerfläche. Eine Platzanalyse ergab im November: Es geht um mindestens 86 weitere Büroarbeitsplätze, besser noch 104.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Gegen Erweiterungen in Varel oder einem neuen Behördenstandort Roffhausen sprechen laut Kreisverwaltung, dass das der Zentralisierung des Verwaltungsstandorts widerspreche und den Verwaltungsstandort Jever schwächen würde. Die Grundstücke am Philosophenweg und des ehemaligen Gesundheitsamts sind bereits anderweitig verplant – für Wohnungsbau.

Bei einer Erweiterung des Kreisamts Lindenallee ist geplant, den so genannten Zwischenbau – der flache Bau zwischen Altbau und Isolierstation – abzureißen. In der Lücke hätte dann ein Neubau Platz. „Der Verwaltungsstandort Jever würde durch die Erweiterung gestärkt und Grunderwerbskosten vermieden“, so die Verwaltungssicht. Notwendig wäre dann der Bau weiterer Parkplätze – angedacht ist ein Parkhaus auf der Fläche Blaue Straße/Schulstraße.

Am Bullhamm in Jever hat der Landkreis hinter dem Straßenverkehrsamt bereits eine Fläche von 3200 Quadratmetern gekauft – zum einen zur Erweiterung des Straßenverkehrsamt, zum anderen für eine mögliche Erweiterung des benachbarten THW. Auf dem Grundstück könnte auch ein größerer Neubau entstehen. „Die Anbindung mit Pkw ist gut. Städtebaulich handelt es sich um eine Lage, die kaum Vorteile für die (Innenstadt-) Entwicklung Jevers bietet“, so die Verwaltung.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.